Uzin Utz auf Wachstumskurs

Mehr Umsatz, mehr Gewinn: Schwarze Zahlen präsentierten die Verantwortlichen der Uzin Utz AG bei der diesjährigen Aktionärs-Hauptversammlung, die virtuell stattfand. (Foto: Firma)

Die Uzin Utz AG ist im Pandemie-Jahr 2020 gewachsen. Der weltweit agierende Anbieter für Bodensysteme steigerte seinen Umsatz gegenüber 2019 um 3 % auf 383,6 Mio. €. Der Gewinn vor Zinsen und Ertragsteuern lag mit 40,1 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert (30,2 Mio. €). Die Dividende wurde von 1,30 € auf 1,55 € angehoben. „»An den Zahlen lässt sich ablesen, was das Team von Uzin Utz im vergangenen Jahr geleistet hat«, kommentierte Finanz-Vorstand Heinz Leibundgut das Ergebnis auf der Hauptversammlung, die das börsennotierte Unternehmen am 26. Mai virtuell abhielt.

Im ersten Quartal hat sich der Aufwärtstrend fortgesetzt. Der Umsatz legte um 6,6 % zu und erreichte 104,6 Mio. €. Der Gewinn zog um 36,6 % auf 12 Mio. € an. »Wir sind sehr gut in das Jahr 2021 gestartet. Nichtsdestotrotz bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die Rohstoffkrise haben wird. Deutliche Preiserhöhungen werden das Ergebnis im zweiten und dritten Quartal belasten«, so Heinz Leibundgut. Zahlreiche Ressourcen sind zuletzt teurer geworden. Zu den Gründen gehören der aktuelle Wirtschaftsaufschwung in China, ein Mangel an Frachtkapazitäten sowie saisonale Nachfragesteigerungen. Dennoch ist man bei Uzin Utz optimistisch, dass die Entwicklung positiv bleibt: „Wir beobachten eine weiterhin starke Baukonjunktur in vielen Ländern und sind zuversichtlich, dass die hohe Nachfrage nach unseren Produkten und Systemlösungen im Neubau sowie in der Sanierung anhalten wird“, so Vorstandsmitglied Philipp Utz.

Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, 2025 mehr als 550 Mio. € Umsatz zu erwirtschaften. Bis dahin will man außerdem klimaschädliche Emissionen um 25 % reduzieren, ressourcenschonende Produkte sowie Verpackungen weiterentwickeln und noch mehr auf nachwachsende Rohstoffe und klimaoptimierte Prozesse setzen. In Waco im US-Bundesstaat Texas steht der Baubeginn eines neuen Produktionsstandorts an. Bereits 2018 wurde in unmittelbarer Nähe des Unternehmenshauptsitzes in Ulm ein neues Werk der Fliesenmarke Codex GmbH & Co. KG eröffnet, in dem Mörtel und andere Erzeugnisse für die Verlegung von Betonwerkstoffen, keramischen Fliesen und Natursteinen entstehen.

(10.060.2021 / mw)

Autor: Sebastian Hemmer