Stone+tec in Nürnberg

 

 

Internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie

Alle zwei Jahre findet die Stone+tec im Messezentrum Nürnberg statt. Zuletzt hat die Messe sich mit 338 Ausstellern und 12.000 Besuchern (2015: 15.161) vom 13. bis 16. Juni 2018 als Infobörse, Plattform für Geschäfte und Branchentreff für den deutschen Markt und die angrenzenden Länder bewährt. Der nächste Termin steht bereits fest und kann in den Terminkalendern vorgemerkt werden: Die 21. Stone+tec findet vom 17. bis 20. Juni 2020 statt.


Neuerungen auf der Stone+tec 2018
Wie erhofft überzeugte die Stone+tec 2018 allen Unkenrufen zum Trotz als eine Handwerksmesse, die sich auf den deutschen Markt und die angrenzenden Länder fokussiert. Gerade weil sie mit 338 Ausstellern aus 28 Ländern in vier Hallen im Vergleich zu Vorgängerveranstaltungen übersichtlicher geworden ist, war sie, wie viele Besucher betonten, besser zu bewältigen. Trotz Übersichtlichkeit war alles geboten, was das Steinmetzhandwerk braucht. Insbesondere Maschinen und Werkzeuge gab es in Hülle und Fülle, dazu ein vielfältiges Angebot an Grabmalen und Zubehör.

Eine neue Hallenaufteilung, klare Strukturen und ein hochwertiges Vortragsprogramm im zentralen Fachforum gaben der Stone+tec neuen Schliff. Neben den etablierten Unternehmen hätten 116 Neuaussteller zum branchengemäßen und fokussierteren Messeangebot beigetragen, heißt es im Abschlussbericht der NürnbergMesse.

20 Jahre Stone+tec
2018 feierte die Stone+tec, die international renommierte Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie am Messestandort Nürnberg bereits ihr 20. Jubiläum. Die Premiere fand 1979 unter dem Titel "Deutsche Naturwerksteintage" mit 89 Ausstellern und 7.300 Fachbesuchern statt. Wie der Name ausdrückt, lag damals der Fokus auf heimischen Materialien und dem deutschen Markt; ebenso kamen die Aussteller ausschließlich aus Deutschland. Der große Erfolg der ersten Messejahre brachte den Wunsch nach einer internationalen Ausrichtung der Messe.

Der erstmals 1991 verwendete Name Stone+tec spiegelt diesen Trend zur Internationalisierung wieder. Rekordjahre für die Stone+tec brachte der nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Ende der Sowjetunion in Mitteleuropa einsetzende Bauboom. Seitdem kommt ein hoher Anteil der Aussteller in Nürnberg aus dem europäischen und internationalen Ausland. Während der letzten Jahre war die Steinwirtschaft mit zahlreichen Umwälzungen konfrontiert, die vor keinen nationalen Grenzen Halt machen: Neue Materialien, neue Bearbeitungsmethoden, aber auch Veränderungen im Käuferverhalten und der Bestattungskultur sind nur wenige Beispiele für Herausforderungen, für die Steinverarbeiter täglich tragfähige Lösungen suchen.

Heute bilden Vertreter des Steinmetzhandwerks und angrenzender Branchen die wichtigste Zielgruppe der Stone+tec. Ein Hauptanliegen des Messegeschehens 2018 wird es daher sein, im Rahmen der Stone+tec innovativen Unternehmen und Fachkräften eine Plattform zu bieten, um gemeinsam das Handwerk und seinen Werkstoff in die Zukunft zu bringen, Chancen aufzuzeigen und den Austausch unter Berufskollegen zu fördern.

Trendthema: Heimische Steine
Was den Großhandel mit Steinen aus aller Welt betrifft, hielten Naturstein Risse und Just Naturstein die Fahnen hoch. Neben einzelnen Steinanbietern aus dem europäischen Ausland präsentierten sich außerdem 16 Anbieter in der Sonderschau "Unser Naturstein – Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft" in Halle 9. Auf rund 300 m2 zeigten 16 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol, was sie Steinmetzen liefern können. Jede Firma stellte Rohplatten (2,00 m x 1,50m) sowie ein aus den gezeigten Materialien gefertigtes Objekt aus. Ziel der Aktion war es, über die Bandbreite an unterschiedlichen heimischen Steinen zu informieren und ihre Vorzüge, beispielsweise in Bezug auf Nachhaltigkeit, herauszustellen.

Das Spektrum an präsentierten Gesteinen reichte von "Granitklassikern" wie KÖSSEINE aus dem Fichtelgebirge über reaktivierte Bayerwald-Granite und Burgsandsteine bis hin zu grünen Gneisen und Chloritschiefern. Ausstellungsstücke wie Sitzgruppen, Nachbildungen von Burgtürmen und handwerklich sowie maschinell gefertigte Exponate vermittelten den Besuchern einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Branche, auch was die Kombination traditioneller Handwerkstechniken mit modernen maschinellen Verfahren betrifft. Eine von unserer Zeitschrift Naturstein herausgegebene Broschüre stellt alle Sonderschauteilnehmer und ihre Gesteine vor.

Die Zahlen im Überblick
Allen Unkenrufen zum Trotz haben Steinmetze und die Ver treter der Naturwerksteinindustrie aus Deutschland und dem Ausland gezeigt, dass sie diese besondere Branchenmesse schätzen. Von Mittwoch bis Samstag kamen knapp 12.000 Fachbesucher ins Messezentrum Nürnberg. 338 Aussteller aus 28 Ländern boten in vier Hallen auf rund 12.500 m2 alles auf, was die Natursteinfachwelt braucht. Über die Hälfte aller Aussteller kam aus dem Ausland. Die ausstellerstärksten Länder waren neben Deutschland China, Italien, die Türkei und Indien. 2015 waren noch 446 Aussteller (58 % aus dem Ausland) auf der Messe vertreten, 15.161 Besucher (23 % aus dem Ausland) kamen nach Nürnberg.

2011 und 2013 hatten die Messeveranstalter noch 703 bzw. 544 Aussteller sowie 26.100 bzw. 20.000 Besucher gezählt, und 2007 zog die Messe noch über 40.000 Besucher an. Ursache für den Rückgang sind Konzentrationen im Markt und in der Messelandschaft. Mit der diesjährigen Veranstaltung hat sich die Stone+tec als lebendige, regionale Fachmesse für den deutsch sprachigen Markt stabilisiert.

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Alle Online-Meldungen zur Stone+tec 2018 finden Sie hier. Weitere Informationen und Artikel rund um die Messe finden Sie in:
- Naturstein 6/2018
- Naturstein 7/2018
- Naturstein 8/2018
- Naturstein 9/2018


Bilder: Messe Nürnberg
Text: Bärbel Holländer / Christine Kulgart
 

(Aktualisiert am 04.09.2018)