Stone+tec 2026: Aussteller, Hallenbelegung, Fachprogramm
- Stone+tec 2026
Die Stone+tec findet vom 17. bis 20. Juni im Messezentrum Nürnberg statt und wird nach aktuellem Stand kleiner ausfallen als die Ausgabe 2024. Die Veranstalter rechnen damit, dass sich bis zu 220 Aussteller anmelden werden und damit das Niveau von 2022 erreichen, als die Messe nach der Corona-Pause mit überarbeitetem Konzept und neuem Veranstalter zurückkehrte.
2024 hatten rund 250 Unternehmen ausgestellt, 10.800 Fachbesucher aus mehr als 20 Ländern kamen nach Nürnberg. Der Großteil des Publikums stammte aus Deutschland, daneben waren unter anderem Fachleute aus Italien, Indien und China vertreten. Für die kommende Ausgabe bleibt der internationale Anspruch bestehen, der Schwerpunkt liegt jedoch erneut klar auf dem deutschsprachigen Raum und dem europäischen Umfeld.
Inhaltlich positioniert sich die Stone+tec als Plattform für die gesamte Wertschöpfungskette der Natursteinbranche. Im Vordergrund stehen Naturwerkstein, Verarbeitung, Gestaltung, Technik, Denkmalpflege, Grabmalbereich und Branchenthemen wie Nachhaltigkeit, regionale Materialverfügbarkeit und kürzere Transportwege. Besonders heimische und europäische Steine sollen stärker sichtbar gemacht werden.
Die Messe belegt drei Hallen. Halle 11 ist dem Bereich „Bauen mit Naturstein“ zugeordnet. Dort stehen Materialien, Architektur, Gestaltung, Design, Denkmalpflege und Instandhaltung im Mittelpunkt. Zu den Ausstellern zählen unter anderem das Bamberger Natursteinwerk, Franken-Schotter, Lauster Steinbau und African Stone Selection. Auch Rossittis, Brachot sowie der Natursteinhändler Just aus Hartha sind vertreten; Just nimmt erstmals seit 2018 wieder teil.
Nicht alle bekannten Namen sind diesmal im Ausstellerverzeichnis gelistet. Nach aktuellem Stand fehlen unter anderem Magna, Nikolaus Bagnara, Roll Natursteine und Medmar. Insgesamt melden die Veranstalter zwar Zuwächse im Natursteinsektor, zugleich sind die Anmeldungen in anderen Bereichen zurückgegangen. Auch einige Unternehmen aus Asien, die 2024 noch präsent waren, kommen diesmal nicht nach Nürnberg.
Der Bereich „Ausrüstung für Profis“ ist in Halle 12 angesiedelt. Dort präsentieren Anbieter Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Förder- und Transporttechnik, Verpackungslösungen, Befestigungstechnik, Bauchemie und Software. Vertreten sind unter anderem Hietel, Weha, Möller-Chemie, Chaps & More, Dietrich und Schubert. Nicht gelistet waren bisher unter anderem J. König, ECS Eich, Lithofin und Burkhardt-Löffler.
Halle 10 widmet sich dem „Ort der Erinnerung“. Dort zeigen Anbieter Produkte und Konzepte für Grabmale, Grabkunst, Grabschmuck und sakrale Objekte. Neben klassischen Formen und Materialien werden auch Lösungen für individuelle Grabgestaltung präsentiert.
Die 2024 erstmals integrierte Tile+tec wird nicht als eigenständige Fliesenmesse fortgeführt. Eine Fortsetzung war zunächst angekündigt, wurde von den Veranstaltern jedoch verworfen. Angebote für Fliesenleger und Betriebe mit Schnittstellen zu Innenarchitektur, Design sowie Ver- und Bearbeitung sollen dennoch Bestandteil der Stone+tec bleiben.
Der Deutsche Naturwerkstein-Verband (DNV) und der Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV) sind wieder ideelle Träger der Messe. Beide Verbände informieren in Halle 11. Am Stand des BIV sind unter anderem die Zusatzversorgungskasse, das Berufsbildungswerk des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks, Meisterschulen, das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Holleben, Signal Iduna und die Gedenkwerk Zedena eG vertreten.
Der BIV-Nachwuchswettbewerb findet vor dem Messe-Eingang statt und steht unter dem Motto „Lesen, lauschen, lachen“. Die Preisverleihung ist für den 19. Juni vorgesehen. Der DNV zeigt am eigenen Stand Steinmuster sowie eine Ausstellung zum Deutschen Naturstein-Preis, der am 17. Juni zum 22. Mal vergeben wird.
Zentrale Anlaufstelle für Vorträge, Diskussionen, Ehrungen und Preisverleihungen ist das Fachforum am Stand C05 in Halle 11. Das Programm behandelt unter anderem neue Steinkonstruktionen, strukturelle Anwendungen von Naturstein, Kleinstellen-Reparaturen an Stein und Keramik, CO₂-armes Bauen und Produzieren, Naturstein als Massivbaustoff sowie Investitionsfragen.
Weitere Themen kommen aus den Bereichen Arbeitsschutz, Gesundheit, Tarifverträge, Betriebsführung und Friedhofswesen. Vertreter von BIV, BG BAU und Signal Iduna sind mit Fachbeiträgen beteiligt. Die BG BAU informiert außerdem über staubarme Verfahren, emissionsarme Maschinen und Lärmschutz. Für Betriebe ergeben sich daraus praxisnahe Ansatzpunkte für Werkstatt, Baustelle und Beratung.
Am 18. Juni veranstaltet das Berufsbildungswerk einen Informationstag. Am selben Tag stellen Meister- und Technikschulen ihre Fortbildungsangebote vor. Ergänzend wird bei einem Wettbewerb der „Meister im Sandstrahlen“ ermittelt. Damit verbindet die Messe Produktpräsentation, berufliche Qualifizierung und fachlichen Austausch in einem kompakten Rahmen.
Natürlich ist auch "Naturstein" wieder auf der Messe. Terminvereinbarungen für Treffen und Gespräche sind ab sofort mit Eva Straub für die Redaktion (mobil +49 151 19146197) und Mark-Oliver Felchner für Anzeigen (Tel. +49 8341 96617-81) möglich.

