Seifriz-Preis 2026 für KI-Projekt aus dem Steinmetzhandwerk
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Die Bildhauerei Diwo aus Paderborn gehört zu den Hauptpreisträgern des Seifriz-Preises 2026. Ausgezeichnet wurden Steinmetzmeister Michael Diwo und das Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo für das gemeinsame Projekt »StoneCrackMon«, ein KI-gestütztes Sensorsystem zur objektiven Erkennung von Schäden an historischen Steinobjekten.
Das System analysiert mithilfe eines Mikrofons die durch Hammerschläge entstehenden Klangmuster im Stein in Echtzeit. Ziel ist es, die bislang stark erfahrungsabhängige Rissprüfung zu objektivieren und insbesondere junge Fachkräfte bei der Beurteilung historischer Natursteinobjekte zu unterstützen.
Entstanden ist »StoneCrackMon« im Rahmen des Projekts »KIDiHa – Künstliche Intelligenz und Digital-Offensive für das HANDwerk in NRW«. Neben dem Fraunhofer-Institut sind daran auch die Fachhochschule des Mittelstands sowie die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe beteiligt.
Die Kreishandwerkerschaft sieht in dem Projekt ein gelungenes Beispiel für den Wissenstransfer zwischen Forschung und Handwerk. Gleichzeitig zeige die Entwicklung das Innovationspotenzial des Steinmetzhandwerks und stärke die Zukunftsfähigkeit handwerklicher Betriebe.
Der Seifriz-Preis »Transfer Handwerk + Wissenschaft« wird seit 30 Jahren vergeben und zeichnet Kooperationen zwischen Handwerksbetrieben und Forschungseinrichtungen aus, die Vorbildcharakter besitzen und einen konkreten wirtschaftlichen Nutzen erwarten lassen.
Quelle: Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe
Anmerkung der Redaktion: Ein ausführliches Porträt der Bildhauerei Diwo mit Informationen zu dem »StoneCrackMon«-System erscheint in den nächsten Naturstein-Ausgaben.

