Daniel Kordmann: Verantwortung und Baukultur

Daniel Kordmann vom Deutschen Naturwerkstein-Verband e.V
Daniel Kordmann, technischer Berater des DNV und Nachfolger von GF Reiner Krug (Bildrecht: Daniel Kordmann)

Welche Bedeutung hat eine internationale Fachmesse wie die Stone+tec aus Ihrer Sicht auch 2026 für den DNV und die gesamte Naturwerksteinbranche in Deutschland?

Daniel Kordmann: Die Stone+tec ist auch 2026 die zentrale Plattform, um zu zeigen, wofür deutscher Naturstein steht: Qualität, Vielfalt und gestalterische Stärke. Sie macht sichtbar, dass heimischer Naturstein nicht nur ein Baustoff, sondern Teil unserer jahrtausendealten Baukultur ist. Diese Kontinuität, von historischen Bauwerken bis zu zeitgenössischer Architektur, prägt den guten Ruf des Natursteinstandorts Deutschland bis heute. Mit dem Deutschen Naturstein-Preis setzen wir zudem gezielte architektonische Impulse und zeigen, wie modern, innovativ und nachhaltig mit Naturstein gebaut werden kann. Gleichzeitig bietet die Messe Raum für fachlichen Austausch, Forschung und Normung, insbesondere zum massiven Bauen mit Naturstein.

Warum ist es wichtig, dass der DNV auf der Stone+tec mit einer starken Präsenz, eigenen Themen und Ansprechpartnern vertreten ist?

Eine starke Präsenz des DNV ist wichtig, weil wir hier den Dialog zwischen Materiallieferanten, Architektur und ausführenden Firmen führen. Die Stone+tec bringt die relevanten Akteure wie Planer, Architekten und die Vertreter der Natursteinbranche zusammen. Als Verband geben wir Orientierung, zeigen fachliche Zusammenhänge auf und machen deutlich, welches Potenzial im Naturstein steckt. Mit eigenen Themen und Ansprechpartnern schaffen wir einen Ort für Austausch und Inspiration.

Welche Rolle spielt die Stone+tec bei der Ansprache von jungen Menschen und potenziellen Nachwuchskräften für die Naturwerksteinbranche?

Die Stone+tec spielt eine wichtige Rolle, weil sie die Branche in ihrer ganzen Vielfalt erlebbar macht. Wir freuen uns besonders, die Berufsschule Eichstätt erneut als Mitausstellerin am DNV-Stand begrüßen zu dürfen. Das ist ein starkes Signal für die Nachwuchsförderung, weil hier Ausbildung und Praxis unmittelbar zusammenfinden. Ebenso begrüßen wir die Beteiligung der Fachschulen in Verbindung mit dem Bundesinnungsverband, der unter anderem mit dem Nachwuchswettbewerb die handwerkliche Ausbildung präsentiert. Gut ausgebildeter Nachwuchs bildet die Grundlage für Qualität, Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit unserer traditionsreichen Branche.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzt der DNV auf der Stone+tec – und was sollten Besucher am Verbandsstand oder im begleitenden Programm unbedingt mitnehmen?

Ein zentraler Schwerpunkt ist unser klares Bekenntnis zu heimischem Naturstein. Deutschland ist steinreich an Materialien, die technisch, gestalterisch und ökologisch überzeugen. Besonders wichtig ist uns das massive Bauen mit Naturstein als langlebiger und nachhaltiger Gegenentwurf zur Kurzlebigkeit im Bauwesen. Wer deutschen Naturstein in Deutschland einsetzt, stärkt regionale Wertschöpfung, reduziert Emissionen und verbessert die Umweltbilanz von Bauprojekten. Der Deutsche Naturstein-Preis 2026 zeigt, wie Naturstein Architektur prägt, als raumbildendes Element im Kleinen und als stadträumlicher Baustein im Großen.

Die Branche steht vor Herausforderungen wie steigenden Kosten, regulatorischen Anforderungen und Wettbewerbsdruck. Inwiefern bietet die Stone+tec eine geeignete Plattform, um diese Themen gemeinsam mit Politik, Industrie und Verbänden zu diskutieren und voranzubringen?

Die Stone+tec bietet dafür den richtigen Rahmen, weil sie den fachlichen Dialog sachlich, praxisnah und auf Augenhöhe ermöglicht. Hier treffen Materialkompetenz, Planung und Ausführung zusammen. Als Verband verstehen wir uns als Schnittstelle, die diese Themen bündelt und in den Austausch mit Politik und Industrie einbringt. Die Messe schafft dafür Sichtbarkeit und Gesprächsanlässe.

Auf was freuen Sie sich persönlich besonders – und was würden Sie einem Unternehmen sagen, das noch unschlüssig ist, ob sich ein Besuch der Stone+tec lohnt?

Ich freue mich besonders auf das neue Konzept mit der offenen Veranstaltungsfläche in Halle 11: Fachvorträge und die Verleihung des Deutschen Naturstein-Preises werden dort für alle Besucher zugänglich sein und bietet somit einen neuen Ort für Austausch, Inspiration und Diskussion. Unser Ziel ist es, Architekten, Planer und Entscheider für das Bauen mit Naturstein zu begeistern und miteinander ins Gespräch zu bringen. Wer sich für Baukultur, nachhaltige Materialien und zukunftsfähiges Bauen interessiert, sollte die Stone+tec 2026 nicht verpassen.

Stone+tec 2026: Halle 11, Stand C08

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