Brâncuși-Ausstellung in Berlin: Atelier, Skulpturen und Werkprozesse
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Der rumänisch-französische Bildhauer Constantin Brâncuși steht im Mittelpunkt einer Ausstellung der Neuen Nationalgalerie in Berlin, die noch bis zum 9. August 2026 zu sehen ist. Präsentiert werden rund 150 Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien. Die Ausstellung verdeutlicht, wie seine reduzierte Formensprache mit der räumlichen Inszenierung der Werke verbunden ist. Sockel aus Holz oder Stein erscheinen dabei nicht nur als Träger, sondern als eigenständige Bestandteile der Skulpturen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der teilweisen Rekonstruktion seines Pariser Ateliers, die erstmals außerhalb Frankreichs gezeigt wird. Dazu gehören ein monumentaler Kalksteinkamin, Holzhocker, Gipstische, Schleifsteine und Bildhauerwerkzeuge. Ein von Brâncuși gefertigter Türbogen aus Eichenholz führt in die als geschlossenes Gesamtkunstwerk verstandene Arbeitsumgebung.
Die Ausstellung zeigt, wie Materialien, Werkzeuge, Sockel und räumliche Anordnung zusammenwirken. Ergänzende Filmaufnahmen vermitteln Einblicke in die Arbeitsweise des 1957 verstorbenen Bildhauers, der Formen stark reduzierte und Oberflächen gezielt bearbeitete.
Hinweis: Ein Artikel von Sabine Meißner über den Bildhauer erscheint in der Oktoberausgabe Naturstein, die ab dem 1.10.2026 zur Verfügung steht.

