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Betrieb an Sohn übergeben

Rüdiger Wachsmuth (r.) und sein 41-jähriger Sohn Sebastian Mäser-Wachsmuth
Rüdiger Wachsmuth (r.) hat sein Unternehmen im April 2016 an seinen 41-jährigen Sohn Sebastian Mäser-Wachsmuth übergeben. (Fotos: Firma)
Bad aus Naturstein, gefertigt von der Wachsmuth GmbH
Die Fertigung von Bädern aus Naturstein gehört zum Portfolio der Wachsmuth GmbH.

Gerade im Handwerk ist es schwer, einen passenden Nachfolger zu finden. Die Firma Wachsmuth Naturstein aus Tharandt hat ihren Fortbestand durch eine familieninterne Übergabe gesichert. Sie wurde bereits 1990 in Dresden gegründet und hat sich auf die Verarbeitung von hochwertigem Natur- und Kunststein spezialisiert. Zum Portfolio des sächsischen Familienunternehmens zählen u.a. das Verlegen und Aufarbeiten von Marmor- und Terrazzoböden, Brunnen- und Kaminverkleidungen, Fassaden- und Fliesenarbeiten und die Herstellung individueller Küchenarbeitsplatten, Bäder, Fensterbänke und Treppenanlagen nach Maß. Mit 68 Jahren hat Rüdiger Wachsmuth nach 25-jähriger Geschäftsführung sein Unternehmen im April 2016 an seinen 41-jährigen Sohn Sebastian Mäser-Wachsmuth übergegeben.

Mehrere Jahre Vorbereitung
Dieser wurde bereits seit Jahren in sämtliche Bereiche eingearbeitet und verfügt über das notwendige Know-how, um den Betrieb selbstständig fortzuführen. "Mein Sohn und ich ziehen schon immer erfolgreich
an einem Strang, weswegen es für uns beide klar war, dass er den Betrieb übernehmen wird.
Vor drei Jahren haben wir uns dann entschlossen, mit den Planungen für die Nachfolge zu beginnen", so Rüdiger Wachsmuth. Dabei erhielten Vater und Sohn Unterstützung vom Beratungsverbund ABG-Partner. "Die ABG Steuerberatung betreut uns seit circa 16 Jahren und wir sind mehr als zufrieden, wie kompetent sie uns durch den Steuer-Dschungel geführt haben. Deswegen lag der Gedanke nahe, uns auch in Sachen Nachfolge an Friedrich Geise und sein Team zu wenden", betont Wachsmuth.

Verkauf in der eigenen Familie
Die Übergabe an den Sohn wurde über einen klassischen Kaufvertrag abgewickelt.
Aus diesem Grund führte Ronny Baar, Geschäftsführer der ABG Consulting-Partner, eine Unternehmensbewertung durch. "In unserer Beratertätigkeit erleben wir immer wieder, dass die Festlegung des Kaufpreises mit vielen Konflikten und Emotionen verbunden ist", so Baar. »Aus diesem Grund ist es zwingend ratsam, für das Ermitteln des Unternehmenswertes einen neutralen und fachkundigen Gutachter zu Rate zu ziehen.« Dabei wurden alle relevanten Daten und Aspekte einbezogen, wie zum Beispiel die Stärken und Schwächen, Vergangenheitswerte sowie die zukünftige Ertrags- und Liquiditätslage. Anschließend übernahmen ein Rechtsanwalt und ein Steuerberater das Ruder. Im Bedarfsfall stand Baar als Fachmann für die betriebswirtschaftlichen Fragen beratend zur Seite.

Wann, wie und was?
Nachdem klar war, zu welchem Preis das Unternehmen an den Sohn verkauft werden sollte, ging es an die rechtlichen und steuerlichen Arbeitsschritte. "In Zusammenarbeit mit dem Rechtsanwalt musste geklärt werden, wann der offizielle Zeitpunkt der Unternehmensübergabe ist, was genau übertragen wird und ob wir diese sukzessive oder mit einem Mal durchführen. Jede Option ist mit steuerlichen und rechtlichen Folgen sowie Bedingungen verknüpft, sodass wir hierzu in einem sehr engen Austausch zueinander standen", erläutert der Steuerberater. Nachdem alle Möglichkeiten durchgespielt worden waren und eine Entscheidung gefällt war, konnten die Rechtsanwälte die Kaufverträge aufsetzen. Damit einhergehend wurde geregelt, wer das Vermögen und die Verbindlichkeiten übernimmt und ab wann der Nachfolger in die Rechtsverhältnisse eintritt.

Alles richtig gemacht
"In meinem Sohn habe ich einen Nachfolger gefunden, der sowohl den operativen als auch den kaufmännischen Bereich abdeckt. Rückblickend haben wir also alles richtig gemacht", sagt Rüdiger Wachsmuth. Einen großen Anteil an der erfolgreichen Übergabe hat seiner Ansicht nach ebenfalls der Beratungsverbund ABG-Partner: "Das Konzept hat uns begeistert. Ob es nun steuerliche, rechtliche oder betriebswirtschaftliche Fragen zu klären gab, alle Ansprechpartner sitzen in einem Haus und haben untereinander kurze Abstimmungswege. Das hat uns viel Arbeit und Zeit erspart." Der ausgeschiedene Geschäftsführer wird auch weiterhin beratend an der Seite meines Sohnes stehen – "So schnell kann ich mich dann doch nicht von unserem Familienbetrieb trennen."

Kontakt:
Wachsmuth Naturstein GmbH & Co. KG
OT Fördergersdorf
Tharandter Str. 8
01737 Tharandt
Tel. 035203 30004
Fax 035203 30285
info(at)naturstein-wachsmuth.de
www.naturstein-wachsmuth.de

ABG Allgemeine Beratungs- und Treuhandgesellschaft mbH
Steuerberatungsgesellschaft
Wiener Straße 98
01219 Dresden
www.abg-partner.de

(Erschienen am 24.11.2016)

 

 

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