Kunstdiebstahl auf Friedhöfen: Wie Kriminelle unser kulturelles Erbe ins Visier nehmen

Diebe entwenden Grabmalskulptur
Steinskulpturen oder Bronzeplastiken werden seit Jahren von Friedhöfen gestohlen. (Foto KI-generiert)

Auf mehreren Friedhöfen in Deutschland sind in den vergangenen Jahren Skulpturen und Bronzeplastiken gestohlen worden. Besonders bekannt ist der Fall Zerbst: Zwei Sandsteinfiguren einer Grabanlage aus dem 18. Jahrhundert wurden dort vor 13 Jahren entwendet und 2025 bei einer Razzia in Berlin entdeckt, Anfang 2026 kehrten sie an den Frauentorfriedhof zurück. Auch die Bronze „Die Lesende“ aus Schmilau tauchte nach einem Diebstahl auf einem Berliner Grundstück wieder auf, zusammen mit zahlreichen weiteren Skulpturen.

Das Landeskriminalamt Berlin ermittelt gegen mutmaßliche Kunstdiebe, veröffentlicht Fotos sichergestellter Objekte und bittet Friedhofsträger, Gemeinden und Fachleute um Hinweise, um die Werke ihren ursprünglichen Standorten zuzuordnen.

Öffentlichkeitsfahndung LKA Berlin zu Diebstählen von Friedhöfen
>>>Hier geht es zu noch nicht zugeordnete Skulpturen und Bronzen

Hinweis:
Das Kuratorium immaterielles Erbe Friedhofskultur e.V. bietet am 19.02.2026 um 18:00 Uhr einen digitalen Salon zum Thema "Kunstdiebstahl auf Friedhöfen: Aufklärung und Prävention" an. Der Kunstfahnder René Allonge,  Erster Kriminalhauptkommissar beim Landeskriminalamt Berlin für Kunstdiebstahl, spricht über seine Arbeit und gibt Tipps, wie sich Friedhöfe besser gegen Diebstahl wappnen können.  

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