Kleine Ausstellung in München: "Retrospektive über 30 Jahre Gewalt"
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Mit der kleinen Ausstellung "Retrospektive über 30 Jahre Gewalt" präsentiert der Bildhauer Wolfgang Gottschalk drei Skulpturen in Form überdimensionaler Rasierklingen. Die Arbeiten setzen sich mit unterschiedlichen Erscheinungsformen von Gewalt auseinander – von persönlicher Einschüchterung, Ausgrenzung und psychischem Druck bis hin zu politischer, gesellschaftlicher und globaler Gewalt.
Die Rasierklinge wird dabei zum Sinnbild einer Gesellschaft, die sich “auf Messers Schneide” bewegt. Ihre scharfe, verletzende Form verweist auf Gewalt als Ausdruck von Schwäche, Machtmissbrauch und fehlendem Respekt gegenüber Andersdenkenden und Schutzsuchenden. Die begleitenden Texte erinnern unter anderem an rassistische Anschläge in Deutschland, an menschenverachtende politische Äußerungen sowie an die fortdauernde Gewalt gegen ethnische, politische, soziale und geschlechtlich unterschiedliche Gruppen weltweit.
Die drei Skulpturen tragen die Inschriften “Scharfe Zeiten - und sie wissen was sie tun”, “Wie alt die die Gewalt” und “Tabula Gaza”. Gemeinsam bilden sie eine kritische Chronik der Gewalt und stellen die Frage, wie viel Gewalt eine demokratische und humane Gesellschaft hinnimmt – und wo persönliches Handeln, Verantwortung und Widerspruch beginnen.
Die Ausstellung kann noch besucht werden im Hof der KunstWohnWerke e.G., Streitfeldstraße 33, 81673 München. Wie lange die Skulpturen noch stehen bleiben, konnte der Bildhauer auf Anfrage leider nicht genau mitteilen. Somit sollten Interessierte diese Ausstellung bald besuchen.

