Wunsiedel oder Königslutter? – Obermeistertagung des Landesinnungsverband Hessen

Steinmetzmeister Josef Anton referierte zum Thema "Digital zum Erfolg". Fotos: LIV Hessen

Alfred Paschek, Bildungsreferent des bbw, erklärte, in welches Bildungszentrum die hessischen Lehrlinge für die überbetriebliche Unterweisung zukünftig geschickt werden.

Sophia Müller vom Verein für Rückenschule und Gesundheitssport sorgte in der Pause für Bewegung.

Am 29. und 30. November 2019 trafen sich die hessischen Obermeister in Hohenstein, um insbesondere über die Veränderungen in der Berufsausbildung für Steinmetze zu sprechen. Nachdem das Bildungszentrum in Mainz geschlossen wurde, müssen die hessischen Steinmetze ihre Auszubildenden nun zur überbetrieblichen Unterweisung nach Wunsiedel oder Königslutter schicken. Zu welchem Bildungszentrum ein Lehrling geschickt wird, hängt vom Kammerbezirk des Betriebs ab, erklärte Alfred Paschek, Bildungsreferent des Berufsbildungswerks des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks e.V. Die Steinmetze des Kammerbezirks Wieseband konnten erwirken, dass sie zwischen Wunsiedel und Königslutter wählen dürfen. 

Im Jahr 2018 wurde die Berufsausbildung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk neugeordnet, weshalb auch die Durchführungsrichtlinien zur Gesellenprüfung angepasst werden mussten. Der Arbeitskreis für Ausbildungsfragen stellte die wesentlichen Änderungen der Richtlinien, die gemeinsam mit der IG Bau erarbeitet wurden, vor und sprach Empfehlungen aus. Die Obermeister möchten in ihren Prüfungsausschüssen darauf aufmerksam machen. 

Steinmetzmeister Josef Anton referierte zum Schluss über das Thema "Digital zum Erfolg". Er erläuterte, wie digitale Angebote im Kundenkontakt zielführend eingesetzt werden können, um mehr Zeit für Beratungsgespräche zu haben und Reklamationen vorzubeugen.

Für Bewegung in der Pause sorgte Sophia Müller vom Verein für Rückenschule und Gesundheitssport. Daniela Zahrt, Handwerksbeauftragte der AOK Hessen, machte auf Trainingsangebote der Krankenversicherung aufmerksam, die für Auszubildende in den Betrieben oder in den Bildungszentren organisiert werden können.
 

(Veröffentlicht am 27. Dezember 2019)