Umgang mit Steinschleifschlämmen

vero, der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie e. V., weist in einem Rundschreiben auf wichtige Aspekte hin, die bei der Entsorgung von Steinschlämmen zu beachten sind, die in natursteinverarbeitenden Betrieben anfallen. Aus rechtlicher Sicht handele es sich bei Steinschleifschlämmen um Abfall im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG). Dieser muss verwertet bzw. entsorgt werden.

Düngerechtliche oder bodenschutzrechtliche Vorschriften einhalten
Bei der Verwertung müssen das KrWG und gegebenenfalls andere Regelungen wie düngerechtliche oder bodenschutzrechtliche Vorschriften eingehalten werden. Außerdem muss die Verwertung schadlos erfolgen, d.h., dass durch die Beschaffenheit der Abfälle, das Ausmaß der Verunreinigungen und der Art der Verwertung keine Beeinträchtigungen des Wohls der Allgemeinheit zu erwarten sein darf und keine Schadstoffanreicherung im Wertstoffkreislauf erfolgt.

Schlämme als Verfüllmaterial entsorgen
Um Steinschleifschlämme in Form von Bodenhilfsstoffen oder Pflanzenhilfsmitteln zu verwerten, müssen laut vero beachtliche Anforderungen erfüllt werden. Es sei deshalb unkomplizierter, Schlämme als Verfüllmaterial für Baugruben oder als Versatzmaterial im Bergbau zu entsorgen. Denkbar sei auch eine Veräußerung an Produzenten bzw. Vertreiber von Klärschlamm.

Beseitigung auf Deponien
Falls eine Verwertung nicht möglich ist, bleibt laut vero die kostenintensive Alternative einer Beseitigung auf Deponien. Aufgrund des üblicherweise kaum bis nur gering belasteten Materials sollte es in der Regel sein, Steinschlämme auf einer Deponie der Klasse 0 zu entsorgen, so der Verband.

www.vero-baustoffe.de

(Erschienen am 17.03.2014)