Tiere in der plastischen Kunst des Mittelalters

Titelbild des Buches "Tiere in der plastischen Kunst des Mittelalters", Agenda Verlag

Das Buch "Tiere in der plastischen Kunst des Mittelalters" ist laut Klappentext das Lebenswerk des Veterinärmediziners Götz Ruempler, erarbeitet in den letzten 60 Jahren. 

Ruempler unterzieht auf 296 Seiten die Tierwelt der mittelalterlichen Sakralbauten einer genauen Betrachtung. Bei diesem Unterfangen wird dem Leser schnell klar, das die Deutung auftauchender Tierdarstellungen nicht all zu einfach ist. Diesen Umstand greift der Autor im Text des Öfteren auf. Dabei findet er mancherlei Grund zur Beanstandung bisheriger Einordnungen. Diese Kritik ist nachvollziehbar, mochte man doch auch selbst gewisse Erklärungen im einen oder anderen Kirchenführer nur widerwillig zur Kenntnis nehmen.
Hier knüpft nun mit fundiertem Wissen ein Zoologe an, indem er beispielsweise eine bisher fälschlich als Fabeltier gedeuteten Vogel über ein kleines Detail am dessen Kopf als reales Tier entlarvt, in diesem Fall als Tragopan. Dieser asiatische Hühnervogel zeichnet sich durch am Kopf gelegene Schwellkörper aus, die er beim Balzritual aufstellt. Die »gehörnten« Vögel wurden aus schlichter Unkenntnis entweder für Geier oder Adler gehalten oder zu Fabelwesen stilisiert.

Tiere in der plastischen Kunst des Mittelalters 
Autor: Dr.med.vet. Götz Ruempler;
296 Seiten, Hardcover, 22 x 25 cm, 
55 €, ISBN 9783896885746
Bestellung beim Agenda Verlag, Münster 

(10.09.2021)

Autor/in: Gerrit Arndt