Thesen zur Neuorientierung der beruflichen Bildung

Bernd Dirks

Die Innung Coesfeld mit ihrem Obermeister Bernd Dirks hat dem Bundesverband Deutscher Steinmetze über den Landesinnungsverband Westfalen-Lippe ein "Thesenpapier zur Neuorientierung der beruflichen Bildung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger Anforderungen" vorgelegt.

"Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe geht kontinuierlich und dramatisch zurück. Die Anzahl der Auszubildenden reduziert sich alle zehn Jahre um 50%, die Anzahl der Meisterschüler halbiert sich bereits nach acht Jahren", heißt es darin zur Ausgangslage. Die Nachwuchskräftesicherung sei daher zwingend erforderlich. Die Innung schlägt vor, die Attraktivität des Berufs zu steigern, den Ausbildungsmöglichkeiten der Betriebe Rechnung zu tragen und die Ausbildungsinhalte an die zukünftigen fachlichen Anforderungen anzupassen und wünscht sich eine breite Diskussion mit allen Fachkollegen und eine zeitnahe Erarbeitung von Vorschlägen und Alternativen zur Reformierung der Berufsausbildung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk unter Berücksichtigung der erforderlichen Kapazitäten.

Lösungsvorschläge
Die Innung schlägt eine Basisausbildung im ersten Ausbildungsjahr und eine Differenzierung in Fachrichtungen im zweiten und dritten Ausbildungsjahr vor. Die Ausbildungsordnung sei auf Inhalte zu reduzieren, die "während der betrieblichen Ausbildungszeit angemessen vermittelt werden können und durch die Auszubildenden leistbar sind". Ausbildung und Prüfung seien flexibler zu gestalten.

(14.12.2012)