Stone+tec: Treffpunkt für die Branche

Sybille Trawinski, Geschäftsführerin beim BIV

DNV-Geschäftsführer Reiner Krug

Vom 13. bis 16. Mai 2015 findet in Nürnberg die nächste Stone+tec statt. Die NürnbergMesse sprach mit Sybille Trawinski, Geschäftsführerin beim Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV), und Reiner Krug, GF beim Deutschen Naturwerkstein-Verband, über die Lage der Branche, Trends und darüber, was sie von der Messe erwarten.

Laut Trawinski gibt es für das Steinmetzhandwerk derzeit zahlreiche Herausforderungen. Zentrale Themen seien die Fachkräfte- und Nachwuchssicherung sowie die Optimierung der Betriebe. Es werde immer schwieriger, geeignete Bewerber für freie Jobs oder Lehrstellen zu finden. Die Zahl der Auszubildenden sinke kontinuierlich. Darüber hinaus seien v. a. im Bereich Friedhofs- und Bestattungskultur die Umsätze für Steinmetze in den letzten Jahren merklich zurückgegangen. "Das Handwerk muss alternative Angebotsstrategien entwickeln, neue Märkte erschließen und sich gegenüber der – oft billigeren – Konkurrenz deutlicher abgrenzen. Es gilt, sich zu positionieren und auch in der Öffentlichkeit mehr Präsenz zu zeigen", so Trawinski. Wichtig sei es außerdem, mit qualitativ hochwertigen und individuellen Produkten ein Zeichen zu setzen und mit fundiertem Fachwissen und moderner Technik zu überzeugen. Im Grabmalbereich gelte es, alternative Gestaltungskonzepte für die Friedhofsplanung zu entwickeln. Viel Potential für Steinmetze gebe es beispielsweise noch im Baubereich.

Laut Reiner Krug nimmt die Nachfrage nach heimischem Naturstein stetig zu, was u.a. an einem wachsenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte liege. Auf dem deutschen Natursteinmarkt sei die Lage aufgrund der positiven Baukonjunktur gut. "Dank niedriger Zinsen investieren viele Anleger und Bauherren in Immobilien mit hochwertiger Ausstattung oder in die Gestaltung von Gärten, bei der auch Naturwerkstein verwendet wird", so der DNV-GF. Nach wie vor problematisch sei der Preisverfall der Naturwerksteinprodukte aufgrund billiger Importsteine.

Die Stone+tec bezeichnet Krug als den nach wie vor wichtigsten Treffpunkt für die deutschsprachige Branche. Die Fachmesse sei eine hervorragende Kommunikationsplattform und verbinde alle im Natursteinsektor tätigen Personen. Zum einen fördere sie den Austausch zwischen Herstellern und Anwendern. Zum anderen biete sie umfassende Informationen über neue Trends im Natursteinbereich, in der Maschinen- und Bearbeitungstechnik sowie im Marktsegment der Zulieferprodukte.

Für Trawinski ist die Stone+tec eine Plattform zur Kontaktpflege, ein beständiger Treffpunkt für die Branche und gleichzeitig ein Ort des Aufbruchs, wo Besucher und Aussteller immer wieder neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln können. „Auf der Stone+tec ist genügend Zeit für individuelle Fragen und intensive Gespräche. Diese Gelegenheit sollte sich kein Steinmetz entgehen lassen!“, so die GF.

Das vollständige Interview finden Sie >hier.

(1.10.2014)