Stone+tec: Kleiner, aber erfolgreich

Bild: NuernbergMesse/Thomas Geiger

Die Stone+tec ist kleiner geworden und hat an Internationalität verloren. Für zahlreiche Aussteller und Besucher war die Messe trotzdem sehr erfolgreich. Die nächste Messe in zwei Jahren haben sie schon fest eingeplant. Naturstein bereitet eine große Messenachlese mit allen Produkthighlights und vielen Statements vor. Hier ein erster Rückblick mit den Daten aus dem offiziellen Schlussbericht.

Rund 20.000 Fachbesucher kamen zwischen 29. Mai und 1. Juni ins Nürnberger Messezentrum, um sich auf der Stone+tec über Produkte in den drei großen Ausstellungssegmenten "Naturstein", "Technik" und "Grabmal" zu informieren. 2011 hatte die Zahl der Besucher bei 26100 gelegen, 2009 bei 34458 und 2007 sogar bei 41000. 544 Firmen waren diesmal vertreten. 2011 waren es noch 703. Die Liste der Aussteller führte Deutschland mit über 200 Unternehmen an, gefolgt von China, Italien, Portugal, Spanien, Österreich, Ägypten, Indien und der Türkei. Der überwiegende Teil der Fachbesucher kam aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den angrenzenden europäischen Regionen.

Die Veranstalter ziehen trotz des Rückgangs eine positive Bilanz: "Die Stone+tec behauptet sich seit mehr als drei Jahrzehnten in einem globalen Markt mit starken regionalen Akzenten und vielen Herausforderungen", wird Willy Viethen, Projektleiter der Stone+tec, in einer Pressemitteilung zitiert. "Wir sind überzeugt, mit der Ausgabe 2013 und ihrem klaren Fokus auf dem deutschsprachigen Raum einen wichtigen Schritt gemacht zu haben, um diesen traditionsreichen Branchentreff den aktuellen Markterfordernissen anzupassen."

Zufrieden zeigten sich auch zahlreiche Besucher und Aussteller. Die Messe ist nach wie vor der zentrale Branchenevent im deutschsprachigen Raum. Viele haben auch in diesem Jahr Kontakte geknüpft und vertieft sowie gute Geschäfte gemacht.

Umfangreich war in diesem Jahr das Rahmenprogramm. U.a. gab es wieder Ehrungen für herausragende Leistungen in Architektur und Handwerk: Gewinner des Deutschen Naturstein-Preises 2013 ist der Neubau des E-Science Lab der ETH Zürich des österreichischen Architekturbüros Baumschlager Eberle. Mit dem Preis werden alle zwei Jahre nutzerorientierte Projekte aus Naturstein im Innen- und Außenbereich ausgezeichnet, die beispielhaft für eine hohe architektonische Qualität, technisch-innovative Anwendungen und eine nachhaltige Konstruktionen aus Naturstein stehen. Diesmal waren rund 60 Arbeiten eingereicht worden.

Den Peter Parler-Preis, mit dem besondere Leistungen des Steinmetzhandwerks in der Restaurierung und Denkmalpflege ausgezeichnet werden, teilen sich in diesem Jahr Markus und Christof Traub für die Restaurierung der „Betsäule“ in Halle und Christoph Mai, Monolith Bamberg, für die Restaurierung und Konservierung des Hallenchors von St. Lorenz in Nürnberg.

Zur Förderung des beruflichen Nachwuchses fand auf der Stone+tec Nürnberg 2013 erstmals ein europäischer Nachwuchswettbewerb im Steinmetzhandwerk statt. Sieben junge Steinmetzinnen und Steinmetze aus Österreich, der Schweiz und Deutschland maßen ihr Können an der Aufgabe, aus einer anderthalb Meter hohen Sandsteinsäule einen Kopf nach ihren freien Entwürfen zu gestalten.

Die nächste Ausgabe der Stone+tec Nürnberg findet turnusgemäß in zwei Jahren vom 13. bis 16. Mai 2015 im Messezentrum Nürnberg statt. Ausführliche Berichte über die Stone+tec erscheinen in unserer Juli-Ausgabe.

(3.6.2013)