Stille Tage des Erinnerns

Friedhöfe ziehen zu den Trauergedenktagen viele Besucher an; Foto: BIV Steinmetze/Richard Watzke

In einer Pressemitteilung vom 14. Oktober weist der Bundesinnungsverband Deutscher Steinmetze auf die Bedeutung der Gedenktage Allerheiligen, Allerseelen, Totensonntag und Volkstrauertag im November hin - Tage des Innehaltens und der Trauer um Familienangehörige und Freunde, die die innere Einkehr unterstützen sollen. Der Verband erklärt, warum der Friedhof mit seinen Gräbern, seiner Natur und der Ruhe dabei als Rückzugsort eine wichtige Rolle spielt. "Ein Grab mit einem individuell gestalteten Grabzeichen bietet außerdem die Möglichkeit einer ganz persönlichen Trauerbewältigung.

Gestaltungsidee gemeinsam erarbeiten
Das geschieht besonders dann, wenn die Hinterbliebenen und der Steinmetz gemeinsam die Idee für ein solches Grabmal entwickeln", erklärt Gustav Treulieb, Bundesinnungsmeister im BIV. Deshalb leiste der Steinmetzmeister vor Ort einen wichtigen Beitrag in der Trauerbewältigung. Naturstein, Synonym für Natürlichkeit und Unvergänglichkeit, biete in Kombination mit anderen Materialien wie Holz, Glas, Keramik und Metall eine beeindruckende Vielfalt an Möglichkeiten, der Persönlichkeit des Verstorbenen Ausdruck zu verleihen.

Heimische Steine verwenden
In diesem Zusammenhang betonte Treulieb den Vorteil von Natursteinen, die in Europa gewonnen werden, und riet, auch die Wünsche der Angehörigen bezüglich des Pflegebedarfs zu berücksichtigen.

"Viele Friedhöfe bieten heute ein umfangreiches Angebot an Bestattungsmöglichkeiten. Das Grabmal ist dabei unabdingbar, wenn den Hinterbliebenen daran gelegen ist, auch öffentlich einen Ort der Erinnerung an den Verstorbenen für Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen zu schaffen. Der Friedhof hat notwendige Infrastruktur wie Wohnortnähe, sichere Wege, Bänke, Licht, Wasser und Sanitäranlagen", so der BIM.

(Erschienen am 15.10.2013)