Sieben neue Baldachine für den Kölner Dom

Zurzeit werden sieben zerstörte Baldachine über den Köpfen der Heiligenfiguren am Westportal des Kölner Doms durch Neuanfertigungen ersetzt. Neben Kriegsschäden haben Taubenkot, Umwelteinflüsse und Touristen, die versuchten, mithilfe von Bällen und anderen Gegenständen Teile der Domfassade abzusprengen, starke Schäden hinterlassen.

Jeder Baldachin wiegt 280 kg
Die Baldachine sind besonders aufwendig gestaltet: Sie beinhalten kleine Figuren und Fialen – sogar ein Gewölbe ist eingearbeitet. Sechs der insgesamt sieben Baldachine wurden aus weichem Kalkstein gefertigt, einer probeweise aus Sandstein, der härter und schwerer zu bearbeiten ist. In jedem stecken etwa eineinhalb Jahre Arbeit. Als Arbeitsanleitung dienten Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert aus dem Archiv der Dombauhütte. Das Anbringen der 280kg schweren Stücke dauert circa eine Woche. Fünf Baldachine sind bereits an ihrem Platz und durch ihre helle Farbe deutlich zu erkennen. Um die neuen Werkstücke vor nistenden Tauben zu schützen, werden diese mit Pyramiden überdacht. Zumindest solange, bis die Steinmetze die filigranen Fialen angefertigt haben, die die Baldachine krönen sollen.

Sponsoren für die Domportale
Parallel zum Westportal werden auch die Figuren am Michaelsportal an der Nordseite saniert. Dafür können Sponsoren Partnerschaften übernehmen. Für die Restaurierung der Figuren wurde im vergangenen Jahr eigens eine Restaurierungswerkstatt im ehemaligen Diözesanmuseum am Roncalliplatz eingerichtet.
 
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(Veröffentlicht am 27.8.2014)

Autorin: Christine Kulgart