Service für Standsicherheitsprüfung im Gespräch

Ehrenobermeister Holger Rode (l.) und der stv. Obermeister Kai Hartmann (r.) überreichen Holger und Benjamin Ritter die Jubiläumsurkunde zum 75-jährigen Betriebsjubiläum. (Foto: Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder)

Die Steinmetz- und Bildhauer-Innung Hessen Nord diskutierte auf ihrer Jahreshauptversammlung darüber, Standsicherheitsprüfungen von Grabmalen in Zukunft als Service anzubieten. Die Dienstleistung soll allen Friedhofsträgern in Nordhessen und dem Landkreis Marburg-Biegenkopf angeboten werden. "Wir wollen eine praktische, kostengünstige und regionale Lösung", so Kai Hartmann, stellvertretender Obermeister. Die Planungen seien bereits in vollem Gange, aber noch nicht abgeschlossen. Man sei im Gespräch mit potentiellen Partnern, Friedhofsträgern und Betrieben. Ziel sei  eine reibungslose und praktische Umsetzung, die zu einer Win-win-Situation führen soll. Daher gehe es um Gründlichkeit und weniger um Schnelligkeit, sagte Hartmann, der mit einem Ergebnis im Sommer rechnet. Dann würden auch entsprechende Angebote unterbreitet.

Hintergrund für das Engagement der Innung ist die Verpflichtung der Kommunen und Friedhofsverwaltungen, Grabmal mindestens einmal pro Jahr nach § 9 VsG 4.7 auf Standsicherheit prüfen zu lassen. In der Verordnung wird verlangt, dass der Friedhofsträger sicherstellen muss, dass Grabmale und Fundamente nach den anerkannten Regeln der Baukunst errichtet werden.

Als Gast hatte die Innung Landesinnungsmeister Magnus Scheler (Bad Orb) eingeladen, der zur aktuellen Entwicklung im Steinmetzhandwerk referierte. Scheler zeigte sich für das laufende Jahr optimistisch für die Branche.

Ehrung
Für ihr 75-jähriges Betriebsjubiläum wurde die Neukirchener Steinmetzwerkstatt Ritter ausgezeichnet. "Qualität, Kreativität und Kontinuität sind Markenzeichen für einen erfolgreichen Steinmetzbetrieb. All dies werde in der Steinmetzwerkstatt Ritter seit vier Generationen nachgewiesen", sagte Ehrenobermeister Holger Rode und erinnerte daran, dass bei Ritters bereits die junge Generation in den Startlöchern stehe. Neben Sohn Benjamin trägt auch Tochter Lisa bereits Verantwortung mit. Sie hatte erst unlängst ihren Gestalter im Handwerk mit der Abschlussnote "sehr gut" absolviert.

Handwerkertage
Flagge gezeigt hat die Innung bei den Handwerkertagen im dez-Einkaufszentrum. Unter Federführung der Betriebe H. Frankfurth & Söhne (Baunatal) und Ravn & Schade (Kassel) wurden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten im Haus mit dem Werkstoff Stein gezeigt. Zudem fertigte der Auszubildende Björn Schaumburg (Helsa) vor den Augen der Besucher ein Zifferblatt aus Kalkstein. An den Handwerkertagen beteiligten sich 11 Handwerks-Innungen und zahlreiche Betriebe aus der Region auf über 600qm Ausstellungsfläche. Mit rund 50.000 Besuchern an drei Ausstellungstagen gehört das Einkaufszentrum zu den am meist frequentierten Orten in Nordhessen.
www.steinmetz-innung-hessen-nord.de
www.steinmetzwerkstatt-ritter.de

(4.4.2014)