Schlägerei im Steinmetzbetrieb

In Köln eskalierte eine Auseinandersetzung um die Rechnung für einen Grabstein zu einer Schlägerei. Die Angehörigen eines verstorbenen Säuglings hatten bei einer Steinmetzfiliale am Südfriedhof ein Grabmal in Auftrag gegeben. Als die Arbeit fertig war, wollten sie die Rechnung trotz Rabatt nicht bezahlen. Im Steinmetzbetrieb kam es zum Streit mit dem Inhaber. Laut einem Bericht des Kölner Express holte der 18-Jährige Bruder des verstorbenen Mädchens schließlich einen Baseballschläger aus dem Kofferraum des Autos, mit dem Hinterbliebenen angereist waren. Anschließend ging er gemeinsam mit einem Freund auf den Steinmetzen los. Dieser zog sich einige Prellungen zu. Auch ein Mitarbeiter, der herbeieilte, um zu helfen, wurde verletzt.

Das Ganze endete mit einem Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Kölner Landgericht. Das stellte das Verfahren Ende August ein, weil sich Angaben von Zeugen zum Teil nicht mit den Verletzungen deckten, die das Opfer aufwies. Dem Bruder des verstorbenen Kindes und seinem Kumpan  wurden Geldstrafen von 200 und 450 € auferlegt. Seine Mutter hat den Grabstein mittlerweile bezahlt.

(10.9.2014)

Autor: Sebastian Hemmer