Schilfsandsteinbruch reaktiviert

In dem alten Steinbruch wird rotbraun gemaserter bzw. grünlicher Sandstein abgebaut, auch in großen Blöcken. Fotos: Firma

Fündig wurden die Steinmetz- und Bildhauermeister in Renfriz­hausen. 50 Jahre hatte der »Renfrizhauser Kirchbergsteinbruch« im Dornröschenschlaf gelegen. Jetzt haben ihn die Steinmetze reaktiviert. 
RENFRIZHAUSER SANDSTEIN ist rotbraun gemasert oder grünlich, je nach Schichtabbau. Früher wurde der auch als FORELLENSANDSTEIN bekannte Schilfsandstein mit Ochsenfuhrwerken bis nach Straßburg transportiert. Das bei Sulz a.N. gelegene »Kloster Kirchberg« besteht daraus; ebenso wurde er auf der Burg Hohenzollern eingesetzt. »Wir sind überrascht, wie homogen die Blöcke sind«, freut sich Stephan Kaufmann. Die Nachfrage sei groß, sowohl seitens des Denkmalamts als auch seitens der Bevölkerung. So habe die Firma Kaufmann bereits mehrere Grabsteine aus diesem Stein gefertigt. Neben RENFRIZHAUSER SANDSTEIN verarbeiten die Kaufmanns als »Exklusiv-Lieferant im Bereich Granit und Gneis« u.a. drei neue Gesteinssorten aus den Alpen. Zudem mittels Großblockseilsäge und CNC-Maschinen Blockstufen und Profilsteine her. Der 1928 gegründete Familienbetrieb beliefert Firmen in ganz Deutschland mit Schwerpunkt zwischen Ulm, Bodensee und Baden. Das Angebot des Dornhaner Unternehmen umfasst Grabmale, Brunnen, Küchen, Gartenobjekte, Treppen, Simse oder Skulpturen. Wichtig sei Lothar Kaufmann auch, ökologisch vor Ort zu produzieren, ohne Stellen abzubauen.

www.kaufmann-natursteine.de

(veröffentlicht am 19.05.2020/rh)