Restaurationsarbeiten auf dem Johannisfriedhof

Der "Löwenpudel" (Bild: Wikipedia)

Lukas Memken war ein Bildhauer, der um die Jahrhundertwende maßgeblich am Osnabrücker Stadtbild mitgewirkt hat. Zu seinen bekanntesten Werken zählen große Teile der Ausstattung der Osnabrücker Johanniskirche und die Nachbildung des Löwenpudels auf dem Domhof. Nun wurde das Grab des vor 80 Jahren verstorbenen Künstlers auf dem Johannisfriedhof in Osnabrück aufwändig restauriert. Memken hatte sein Grabmal in Form einer Christusstatue selbst geschaffen.

Sofortiges Handeln erforderlich
Der schlechte Zustand des Grabes erforderte sofortiges Handeln. Damit beauftragt wurde Inga Probst. Die Restauratorin aus Husum war bereits in vergangene Aktionen auf dem Johannisfriedhof involviert. Über mehrere Wochen reinigte Probst die Grabmale, ersetzte fehlende und abgebrochene Stücke und schloss Risse im Stein.

Instandsetzung zur Vermeidung weiterer Schäden
Neben der Ausbesserung von Memkens Grab wurde auch das der Familie Schroeder in Stand gesetzt. Obwohl keine weiteren Familienmitglieder oder Förderer für die Restaurierung gefunden werden konnten, hatte man sich für die Instandsetzung entschieden, um weitere Schäden zu vermeiden. Die Kosten für die Restaurierung der beiden Grabmale beliefen sich auf 4000 €.

Spenden und praktische Hilfe
Um den Erhalt historischer Grabmäler kümmert sich der Förderkreis Hasefriedhof-Johannisfriedhof in Zusammenarbeit mit dem Osnabrücker Service-Betrieb. Dabei ist er allerdings auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Aber auch praktische Hilfe wie zum Beispiel bei Putztagen ist gern gesehen.

www.historische-friedhoefe-osnabrueck.de

Autorin: Christine Kulgart