Pilzanzüge und Do-it-yourself-Urnen

Mal skurril, mal einfühlsam: 700 Designer reichten ihre Ideen für den "Design for Death Award" ein. Wir haben eine Auswahl an besonders ausgefallenen Ideen für Sie zusammengestellt.

 

 

 

 

  • 21 grams: Eine Erinnerungsbox, mit der Witwen noch einmal eine Nacht mit ihrem verstorbenen Liebsten verbringen können. Durch einen Lautsprecher kann das liebste Lied gehört werden, ein Parfumzerstäuber sondert den Duft des Herrenparfüms ab. Mit dabei auch eine kleine "Urne". Mehr hier.
  • Memento rings "Embracing vulnerability": Schon im 18. Jahrhundert wurde Trauerschmuck aus den Haaren Verstorbener angefertigt. Da Haare für viele eine ganz besondere Erinnerung sind, wurden bei diesem Designentwurf Ringe aus Haar und Gold gestaltet. Mehr hier.
  • Mushroom death suit: Was spontan an ein Karnevalskostüm erinnert, ist in Wahrheit ein ökologisch korrektes Kleidungsstück für Verstorbene, welches die Verwesung durch integrierte Pilzsporen beschleunigt und austretende Giftstoffe abmildert. Mehr hier.
  • Deadbook: Die Jugend für das eigene Sterben begeistern, in dem man sie mit einem speziellen sozialen Netzwerk einen Charakter erstellen und für diesen eine Beerdigung planen lässt. Mehr hier.
  • DIY urn: Warum sollte der Do-it-yourself-Trend bei der Gestaltung der Urne aufhören? Mithilfe von 3D-Druckern sollen individuelle Deckel gestaltet und die Urne somit in den Haushalt integriert werden. Mehr hier.
  • Travelers rabbit urn: Ein Stofftier, das eine sicher verschlossene Plastikurne mit wenigen Gramm der Asche des Verstorbenen enthält, soll gerade Kindern bei der Trauerarbeit helfen. Mehr hier.
  • 43 minutes with grandma: In einer Sanduhr wird der Sand mit der Asche des Verstorbenen ersetzt. Die Laufzeit der Asche hängt dabei von Menge und Gewicht ab. Mehr hier.
  • The aquatic grave: Einfach gestaltete Särge, die unter Wasser platziert werden und dann, sobald ein Leichnam bestattet wird, versiegelt werden. Trotzdem kann der verwesende Körper als Nährstoff für Lebewesen dienen und bleibt somit ein Teil des Lebenskreislaufs. Mehr hier.
  • Memory with perfume: Eine ganz persönliche Duftkomposition, von Hinterbliebenen zusammengestellt, soll an das Leben des Verstorbenen erinnern. Mehr hier.
  • Urn for Memorial ceremony: Eine Urne aus natürlichen Materialien wird auf das Wasser gesetzt und entzündet. Langsam versinkt die Urne und wird dann innerhalb weniger Tage zersetzt. Dieser Entwurf zeigt ein besonderes Ritual der Abschiedsnahme. Mehr hier.

(Veröffentlicht am 5.8.2014)

Autorin: Christine Kulgart