Neues Gewand für "Marmorschneider"

Ein Jahr ist es nun her, dass ein  Erdbeben Ende Mai 2012 in der norditalienischen Region Emilia Romagna u.a. zwei der drei Produktionshallen des Natursteinunternehmens Budri in Mirandola vollständig zerstörte (s. Naturstein 9/2012, S. 109). Nun zeigt der Spezialist für Marmorintarsienarbeiten am neuen Firmensitz in Mirandola stolz, was seitdem dort bereits neu errichtet wurde. Dazu gehört ein Showroom und neue Produktionsstätten.

Verarbeitet wurde das Erdbebentrauma in der Kollektion EARTHQUAKE 5.9, die in Zusam­men­arbeit mit Designerin Patricia Urquiola entstand und eine komplette Kollektion mit Wohn­accessoires und Wandverkleidungen aus bei dem Erdeben entstandenen Marmorfragmenten umfasst. Präsentiert wurde sie während der diesjährigen Internationalen Möbelmesse in Mailand in einem erdbebensicheren Pavillon. Dort wurde auch ein Intarsienkunstwerk von Urquiola gezeigt, das aus Splittern der vom Erdbeben geschädigten Rohplatten besteht. Damit soll ausgedrückt werden, dass aus dem, was in wenigen Sekunden zerstört worden war, Neues und sogar Schönes entstehen kann.
Alexandra Becker

Budri Srl.
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(16.5.2013)