Nachwuchswerbung mit Plakaten

August Weber, Initiator der Imagekampagne (Foto: Susanne Storath)

Mit Bannern am Turm der Georgskirche werben Steinmetze um Nachwuchs. (Foto: Susanne Storath)

Die Vorlage für die Plakate stammt von Annette Hundhausen

Am 27. November 2012 wurden an der Ulmer St.-Georgskirche zwei Großflächenplakate enthüllt, die für den Steinmetznachwuchs werben sollen. Das Motiv auf den beiden 8 x 5 m großen Druckfahnen zeigt eine Steinskulptur auf dem Ohlsdorfer Friedhof: ein sich küssendes Liebespaar, das Liebe, Zuneigung und Vertrauen ausstrahlt. Darüber steht der Spruch: "Wenn’s für immer sein soll."

Die Plakatidee stammt von Annette Hundhausen (Steinmetz- und Steinbildhauer Innung Bergisch Land), wurde von der HWK Düsseldorf im Sinne der bundesweiten Imagekampagne für das Handwerk überarbeitet und wird nun über den Shop im Forum des LIV Nordrhein auch in Form anderer Werbemittel vertrieben (s. Naturstein 10/2012, S. 72). Die Plakate in Ulm haben Steinmetzmeister August Weber, Initiator der Aktion, stellv. OM der Innung Ulm sowie BIV-Vorstandsmitglied, und die HWK Ulm gemeinsam finanziert. Ziel ist es, auf das Steinmetzhandwerk und seine gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung aufmerksam zu machen und potenziellen Berufsnachwuchs anzusprechen.

"Wir nehmen die momentan durchgeführten Sanierungsarbeiten an der Kirche zum Anlass, um darauf hinweisen, das unser Handwerk auf moderne und innovative Weise Werte und Bauwerke bewahrt und damit eine hohe Verantwortung trägt, zu der jede Generation ihren Beitrag leisten könne", so Weber, der auch Geschäftsführer der Firma Weber Naturstein in Ulm und Erbach ist. Sein Unternehmen wird noch das ganze Jahr mit der Restaurierung der Georgskirche beschäftigt sein. Für 2013 sind u.a. Kirchturmbesteigungen für Schüler und andere Interessierte geplant.

Lehrlingszahlen stabil
"Während in einer Studie auf Spiegelonline.de die Rede vom Aussterben der Steinmetze aufgrund stark rückgängiger Lehrlingszahlen ist, ist die Lage in der Region Ulm noch vergleichsweise gut. Die Lehrlingszahlen sind bislang konstant, und unsere Innung bemüht sich weiterhin um Nachwuchs", sagt der OM. Mit den Plakaten wolle man v.a. Bewerber ansprechen, die den Beruf auch als Berufung sehen und neben Kreativität und Feingefühl auch Kraft und Stehvermögen mitbringen.

(12.12.2012)