Marketing für Naturstein

Steinmetzmeister Peter Fraefel mit dem Rohblock

Der erste Entwurf von Bildhauer Manfred Binder: das Modell aus Gips

Die fertige Skulptur der Anna von Lodron

Aus Marketingzwecken nahm Steinmetz- und Bildhauermeister Peter Fraefel aus Mindelheim am 20./21. Oktober an der Fairena, Messe für Nachhaltigkeit, in München teil. Leider war die Aktion für ihn ein Reinfall. "Wir hatten einen Messestand, der die einzige Augenweide in dieser schwarz gestrichenen alten Reithalle war. Wir dachten, es würde unserem Berufsstand zugute kommen, wenn wir uns in der Öffentlichkeit als Verarbeiter und Gestalter von nachhaltigem Material darstellen", so Fraefel.

Enttäuscht von der Messe
Am ersten Tag habe man jedoch die Besucher an zwei Händen abzählen können, am zweiten seien es dreimal so viele gewesen. Kein Wunder, denn die anderen Aussteller waren Firmen, die Tupperware, Heizdecken und schöne alte Holztüren verkauften, die allerdings mit PVC-Strukturfolie beklebt waren. Auch Greenpeace, eine Öko-Bank, ein Kebap-Grill, Sofa-Hersteller, Hut-Händler, der Umweltinstitut München e.V. und kleine Einzelhändler, die ihr Sortiment an Bio-Produkten z.B. aus China (!), an den Mann bringen wollte, seien vertreten gewesen. "Da geh ich in Zukunft mit meinen Accessoires aus Schweizer Goldmarmor lieber wieder auf die tollen Weihnachts- und Sommermärkte wie der Zauberwald am Rosenkavalierplatz in München", zieht Fraefel Resumee.

Lebensgroße Statue
Öffentlichkeitswirksam seien auch Aktionen wie die Fertigung einer lebensgroßen Statue von Anna von Lodron, der Gattin des Ritters Georg von Frundsberg. Im Zuge des mitteralterlichen Frundsbergfest in Mindelheim entstand die Figur im Sommer aus 3 t rotem Miltenberger Sandstein und wurde danach den Bürgern der Stadt geschenkt. Die Skulptur ist auf der Mindelburg zu Mindelheim im Außenbereich zu sehen.

Lehrlinge mit vollem Elan dabei
"Der Entwurf und das Modell aus Gips stammt von unserem Bildhauer Manfred Binder. Die groben Umrisse wurden mit einer Diamant-Kettensäge herausgesägt. Das Ausarbeiten der Konturen verschlang die meiste Zeit", erinnert sich der Steinmetz. Auch seine Lehrlinge seien mit vollem Elan dabeigewesen. Es sei ja um die kulturelle Zurück­besinnung seines Standes gegangen, mit freiwilligen Einsatz etwas Dauerhaftes zu schaffen. "So entsteht jedes Jahr ein neues Werk als Verschönerung der leeren Plätze unserer Stadt und Dörfer, das den Steuerzahler keinen Heller kostet."

Kontakt:
Peter Fraefel, Steinmetz- und Bildhauermeister
Hoher Weg 8
87719 Mindelheim
Tel.: 08261/3513
Fax: 08261/1894
peter.fraefel@natursteindesign.de
info@fraefel.de
www.fraefel.de

(Erschienen am 30.11.2012)