Mapei gibt weiter Gas

Auf den Stufen zum Militärhistorischen Museum in Dresden (v.l.n.r): Michael Heim (Produkt- und Marketingmanagement), GF Dr. Uwe Gruber, GF Heinrich Meier, Walter Mauer (Leiter der Anwendungstechnik) und Günther Hermann; Fotos: Harald Lachmann

Zwei neue Klebemörtel für die sichere Verlegung von Großformaten: Mapei Ultralite S1Quick…

… und Mapei Ultralite S2Quick

Je oller, desto doller. In 75 Jahren hat sich die Firma Mapei aus einem kleinen Mailänder Familienunternehmen zu einer weltweit operierenden, multinationale Unternehmensgruppe entwickelt. Mit 60 Werken in 29 Ländern sieht sich Mapei als Weltmarktführer in der Produktion bauchemischer Produkte für die Verlegung von Wand- und Bodenbelägen.

Der Jahresumsatz liegt bei 2,1 Mrd. €. Rund 35% davon werden in Italien erwirtschaftet, weitere 28% in den Ländern Westeuropas. Konzernchef Dr. Giorgio Squinzi ist seit Mai 2012 Vorsitzender des italienischen Industrie- und Arbeitgeberverbands Confindustria.

"Wir geben Gas!"
Die deutsche Mapei-Tochter mit Sitz im hessischen Erlenbach meldete für 2011 ein Umsatzwachstum von über 24%. Die Mapei GmbH beschäftigt 200 Mitarbeiter u.a. in den Bereichen Fliesen- und Natursteinverlegung, Baustoffe und Fußbodentechnik. Auch 2012 werde man mit einem zweistelligen Plus abschließen, verkündete Geschäftsführer Heinrich Meier während eines Pressetreffs der deutschen Mapei-Firma Ende letzten Jahres im rekonstruierten Kurländer Palais in Dresden.

"Wir werden in Deutschland weiterhin kräftig Gas geben", so Meier vor der zahlreich erschienene Baufachpresse. Vorbereitet sei das bereits, denn man habe das Sortiment in der Tiefe weiter verfeinert und innovativ ergänzt. Außerdem habe man die Vertriebs- und Marketingaktivitäten intensiviert und so eine weitere Imageverbesserung erzielt. "Wir haben uns als Hersteller qualitativ hochwertiger Produktsysteme etabliert", bestätigte Heinrich Maiers Geschäftsführer-Kollege Dr. Uwe Gruber. Diese Schiene werde man weiter ausbauen. Für die BAU in München kündigte Gruber gleich mehrere neue Produkte an.

Großformate sicher verlegen
Großformatige Naturstein- und Keramikfliesen sind »in«. Für die Verlegung solcher Beläge hat die Firma Mapei ihr Sortiment an einkomponentigen, zementären Leichtflexklebemörteln um drei Produkte erweitert: "Ultralite S1 Quick", "Ultralite S2" und "Ultralite S2 Quick".
Alle drei seien hochflexibel und reichweitenstark, so Gruber. Verlegeprodukte für Großformate müssten nicht nur über eine hohe Standfestigkeit und Flexibilität verfügen, sondern auch eine größtmögliche Rück­seitenbenetzung ermöglichen. Bei großformatigen Fliesen und Platten in geringen Stärken sei die vollsatte Benetzung der Rückseite eine Grundvoraussetzung für einen dauerhaften Belag.  

Auch in der Produktlinie der Fugenmörtel verspricht Mapei innovative Neuentwick­lungen: Mit "Kerapoxy CQ" haben die Italiener einen zweikomponentigen und säurebeständigen Epoxidharzmörtel entwickelt, der sehr leicht zu verarbeiten und zu reinigen ist. Er ist in 21 Farben und für Fugenbreiten ab 2mm lieferbar.

Mehr Emotion und Übersicht
Geplant sind zudem der Ausbau des Baustoffsortiments (Keramik und Naturstein) für den Fachhandel und eine eine weitere Stärkung der Vertriebsmannschaften. Nach dem Erfolg in den vergangenen Jahren werden die Veranstaltungsreihen "Mapei vor Ort" und "Trend-Tour" fortgesetzt, ebenso die Architektenseminare. Laut Michael Heim, der bei Mapei Deutschland für das Produkt- und Marketingmanagement zuständig ist, soll die Marke Mapei künftig "emotionaler rüberkommen". Geplant sei ein weniger abstraktes Markenbild.

Nicht nur neu aufgelegt, sondern auch komplett neu gestaltet wurde vor diesem Hintergrund auch die Anwenderbroschüre zur "fachgerechten Verlegung von keramischen Fliesen und Platten sowie Natursteinen". Auf über 40 Seiten werden 17 praxisorientierte Problemlösungen im 3D-Stil übersichtlich dargestellt – von der Estrichsanierung über Systemlösungen im Altbau bis hin zur Verlegung von Fliesen und Platten im Schwimmbad.

Aktuelle Referenzobjekte
Walter Mauer, Leiter der Mapei-Anwendungstechnik, und Günther Hermann, technischer Marketingmanager für den Bereich Fußboden, stellten aktuelle Referenzobjekte vor. Hierzu gehören die umfangreichen Natursteinarbeiten am künftigen Großflughafen Berlin-Brandenburg "Willi Brandt", am Berliner Hotel Waldorf Astoria (2000 m² Natursteine) sowie bei der Rekonstruktion des Militärhistorischen Museums in Dresden. Dieser spektakuläre Bau wurde im Rahmen des Presstreffs besucht.
Harald Lachmann

Kontakt:
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63906 Erlenbach
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(Erschienen am 06.02.2013)