Lebendiges Denkmal

Gedenkstätte mit Basaltsäulen der Budge Stiftung in Frankfurt/Main

Im Außenbereich des Pflegeheims der Henry & Emma Budge Stiftung in Frankfurt am Main erinnert ein Denkmal mit Basaltsäulen an 23 Bewohner, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Das 1920 gestiftete Haus betreute Juden wie Chris­ten gleichermaßen. Nachdem die Namen der Opfer erst 2007 iden­tifiziert werden konnten, be­auftragte ein Arbeitskreis aus Bewohnern des Pflegeheims den Landschaftsarchitekten Matthias Burghammer aus Wetzlar mit der Konzeption eines Denkmals. Dieser lud die Bewohner ein, die Basaltsäulen gemeinsam in ei­nem Steinbruch im Westerwald auszusuchen.

Den Rahmen der durch Spenden fianzierten Ge­denkstätte bildet eine mit blauem Glasstein gefüllte Gabionenmauer. Die 23 verschieden großen Basaltsäulen stehen sinnbildlich für die 23 Opfer. Eine Stahlwand mit den Namen der Opfer und der Inschrift "23 Namen von sechs Millionen Namen. Mögen ihre Seelen eingebunden sein in den Bund des Lebens", steht im Zentrum der Gedenkstätte. Sie soll nicht nur ein Ort des stillen Erinnerns sein, sondern künfig auch den Rahmen für drei alljährliche Gedenkveranstaltungen der Stiftung bilden.

(5.3.2013)