Kleine Helfer: Schleif- und Polierwerkzeuge

Bild 8: Scheiben für groben Materialabtrag: Diamanttrenn- und –schruppscheibe (l.) sowie Diamant-Trockenschleifer (unten)

Bild 9: Konventionelle Schleifkörper: Bakelit-Schleifringe (hinten), Schleifkörper mit M14-Aufnahme Durchmesser 45 und 60 mm (vorne)

Schleifscheiben im Überblick

Wirtschaftliche Fertigung setzt optimal arbeitende Werkzeuge voraus. Werkzeuge haben entscheidenden Einfluss auf die Produktivität des Bearbeitungsprozesses und die Qualität der hergestellten Erzeugnisse, und das, obwohl die Werkzeugkosten gegenüber anderen Kosten, insbesondere Lohn- und Investitionskosten, in den Hintergrund getreten sind.

Für den letzten Beitrag unserer Artikelserie "Kleine Helfer", der in den Naturstein-Ausgabe 12 erscheint, haben wir Werkzeugneuheiten und/oder -verkaufsschlager für den Einsatz in Naturstein, Quarzkomposit und Keramik zusammengestellt. Den Auszug über Schleif- und Polierwerkzeuge finden Sie hier:

Diamant-Tro­ckenschleifer sowie Diamanttrenn- und -schruppscheibe
Für den Materialgrobabtrag im Hart- und Weichgestein ist der Diamant-Tro­ckenschleifer [W] mit den Körnungsabstufungen 00+, 0+, 1, 2 und 3 ein Verkaufsschlager (Aluminiumgrundkörper x 100 mm mit M 14-Aufnahme, Einsatz­empfehlungen 6000 bis 11000 U/min).
Die neue Diamanttrenn- und -schruppscheibe [H] ist mit 240 mm x und M 14- Aufnahme zum Sägen und Schruppen von Granit geeignet. Der Diamantbelag ist bei diesem Spezialwerkzeug auf der einen Seite des Grundkörpers sehr breit (Schruppseite) und auf der anderen Seite schmal aufgebracht, Bild 8.

Schleifringe
Bakelit-Schleifringe [S] kommen beim Trockenschleifen von Keramikplatten zum Einsatz. Bevorzugte Qualitäten sind Korn 60, 120 rot und 320 gelb. Für feine Arbeiten sind neben den üblichen Schleif­ringen mit x 100 und 130/100 auch Schleifkörper mit M14-Aufnahme in den Durchmessern 45, 60 und 80 mm im Angebot, Bild 9.

Schleifscheiben
An Schleifscheiben gibt es eine sehr große Auswahl (siehe Tabelle). Das Schleifkorn ist überwiegend in Kunstharz gebunden. Die Körnungsabstufungen reichen von nur drei Größen bis zu neun Korngrößen, wobei für den Polierprozess Diamantkorn, aber auch noch Polierfilz mit entsprechendem Polish empfohlen wird. Für handgeführte Maschinen hat sich der Klettverschluss bewährt. Die Klettscheiben werden mit teilelastischen Trägern verbunden, die eine M14-Aufnahme besitzen. Scheiben mit SF-Aufnahme verwendet man überwiegend für Kantenmaschinen. Vorzugsweise wird nass gearbeitet.

Es gibt aber auch Scheiben für den Trockenschliff. Die meisten Hersteller bieten die kleinen Schleif- und Polierscheiben für den universellen Einsatz an, d.h. sie machen keinen Unterschied, ob Naturstein, Quarz­komposit oder Keramik zu bearbeiten ist. Das ist nicht immer richtig. Es hilft eigentlich nur, sich durch Erprobung an optimale Schleif- und Polierprozesse heranzutasten.

Verwendete Abkürzungen:
[G] = Goldschmidt, www.goldschmidt-w.de
[H] = Hietel, www.hietel.com
[K] = König, www.j-koenig.de
[S] = Sebald, www.sebald-schleifscheiben.de
[W] = Weha, www.weha.com

Sollten Sie sich auch für die Beiträge "Transport und Lagerung" (Heft 9/2014), "Handgeführte Maschinen" (Heft 10/2014), "Bearbeitungsvorrichtungen" (Heft 11/2014) oder den vollständigen Artikel über "Werkzeuge" interessieren, können Sie entweder die Einzelhefte in unserem Webshop bestellen oder sich die Artikel in Form von eDossiers herunterladen:

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(Erschienen am 17.11.2014)

Autor/in: Dr.-Ing. Dieter Gerlach