Kaum Interesse an Fanfriedhof

Der Hamburger Sportverein (HSV) hat vor fünf Jahren als erster Bundesligaclub ein Friedhofsareal eröffnet, auf dem sich Anhänger bestatten lassen können. Das Fan-Feld befindet sich hinter der Westtribüne der Imtech Arena, in der der Verein seine Heimspiele austrägt, und bildet einen eigenen Bereich auf dem Friedhof Altona. Die Anlage ist mit Steintoren gestaltet und bietet Platz für 300 bis 500 Gräber, die in Tribünenform angeordnet werden sollen.

Was bisher fehlt, sind - salopp gesagt - die Toten. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung hat es auf dem Fanfriedhof erst sieben Bestattungen gegeben. Ein Verantwortlicher, der von "Bild" zitiert wird, meint, dass das Angebot v.a. für jüngere Generationen interessant ist und es noch Jahrzehnte dauern kann, bis sich der Friedhof füllt.

In Gelsenkirchen ist man in Sachen Fanbestattungen schon ein gutes Stück weiter. Als Schalke 04 Ende letzten Jahres einen eigenen Bestattungsbereich für seine Anhänger eröffnete, waren bereits mehr als 60 Grabstellen verkauft. Darüber hinaus gab es zahlreiche Reservierungen ...

(25.11.2013)