Grabsteine als Zeitzeugen

In Mainz ist bis zum 5. Januar 2014 ein Teil der größten Sammlung römischer Steindenkmäler nördlich der Alpen zu sehen. Die rund 270 Exponate, darunter ehemals bunt bemalte Grabsteine, befinden sich seit Langem im kurfürstlichen Marstall, der zum Komplex des Mainzer Landesmuseums gehört.

Mit der Sonderausstellung "Im Dienst des Kaisers" präsentiert das Museum die römische Grab­steinsammlung nun auch der Öffentlichkeit. Nirgendwo sonst sind so viele römische Soldatengrabsteine erhalten wie in Mainz, das einer der wichtigsten Militärstützpunkte des Römischen Reichs war und eine der größten römischen Garnisonen am Rhein. Die Grabsteine aus lothringischem Kalkstein erinnern an Legionäre, die in der römischen Stadt Mogontiacum auf dem Gebiet des heutigen Mainz zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert n. Chr. den Tod fanden. Unter ihnen waren Bogenschützen und Reiter, aber auch ein Vorkoster und ein beliebter Sklave. Durch das in Stein gemeißelte Totengedenken hat nicht nur die Erinnerung an Individuen die Zeit überdauert. Die Grabsteine sind Zeitzeugen einer längst vergangenen Epoche.
www.landesmuseum-mainz.de.

(10.6.2013)