Grabmale im Wandel der Zeit

Ein letzter Ankerplatz (Foto: grabsteine.genealogy.net)

Was geschieht mit den Grabsteinen Verstorbener, wenn die Liegezeit abgelaufen ist? Um genau diese Frage kümmert sich das Grabstein-Projekt des Vereins für Computergenealogie. Mit Hilfe der Datenerfassung durch das Abfotografieren von Grabmalen versuchen die ehrenamtlichen Mitarbeiter, nach Ablauf der Liegezeit Angehörige zu finden, die die Steine übernehmen. Sonst werden die abgeräumten Steine geschreddert und für den Straßenbau verwendet.

Alles in geregelten Bahnen
Aber nicht nur die Steine sollen erhalten bleiben. Ist dies nicht möglich, bleiben zumindest die Daten des Verstorbenen als Fotografie erhalten. Freiwillige fotografieren die kompletten Grabsteine und die Inschriften werden in einer Datenbank erfasst. Beim Abfotografieren werden natürlich die Friedhofsordnung und das Datenschutzrecht gewahrt.

Dokumentation für die Nachwelt
Durch diese Arbeit, die vor allem für künftige Generationen von Nutzen sein wird, kann der Wandel der Bestattungskultur dokumentiert werden. Stilwandel bei Grabmalen und Unterschiede zwischen Bestattungen im städtischen und ländlichen Raum werden deutlich. Dadurch ist das Grabstein-Projekt nicht nur für Genealogen, Heimatforscher und Soziologen interessant. Auch Hinterbliebene nutzen die Datenbank und haben schon so manchen verschollenen Angehörigen wiedergefunden. Nebenbei ist die Dokumentation der Grabsteine auch für Steinmetzbetriebe, Bestattungsunternehmen, Friedhofverwaltungen und Friedhofsgärtnereien von großem Wert.

Das Grabstein-Projekt freut sich über freiwillige Teilnahme! Weitere Informationen finden Sie unter http://grabsteine.genealogy.net/

Autorin: Christine Kulgart