Grabdenkmäler und ihre Bedeutung für Menschen

"Brass Rubbing"= Grabplatten-Abrieb zeigt eine aktuelle Ausstellung in Halle (www.kustodie.uni-halle.de)

Eine Ausstellung in der Zentralen Kustodie in Halle präsentiert "Die Kunst des Trauerns. Abriebe mittelalterlicher Grabmäler als akademische Sammlung" bis Ende März 2023.

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verfügt eigenen Angaben zufolge über die größte Sammlung von Grabplatten-Abrieben in Europa. Dabei handele es sich um mit Wachsstiften angefertigte «Kopien» der Gestaltungselemente von metallenen und steinernen Grabplatten auf Papier, genannt Brass Rubbings.
 
Eine aus Sachsen-Anhalt, Norddeutschland und England stammende Auswahl aus der universitären Sammlung des Instituts für Geschichte sei für die Schau zusammengestellt worden, hieß es. Am Institut wird auch zur Sepulkralkultur geforscht, also zur Kultur des Todes, Sterbens und Bestattens. Den Angaben zufolge gibt es im Archiv Hunderte Brass Rubbings von Stein und Messing aus der Zeit von der Romanik bis ins Barock. Auch Stanniol-Abdrucke von mittelalterlichen Grabplatten seien archiviert, hieß es.

Während der Ausstellungszeit können Besucherinnen und Besucher in Workshops selbst einen Abrieb herstellen.

https://www.kustodie.uni-halle.de/ 

Quelle: "Zeit", © dpa-infocom, dpa:221013-99-108447/2
(13.11.2022)