Gold für sächsische Steinmetze

V.l.n.r.: Laudator Gerd Weiß, Sachsens Ehren-LIM Hans-Joachim Müller, der stellvertretende LIM Tobias Neubert, Brandenburgs Landesinnungsmeister Bernhard Anlauff sowie GF Markus Geisenberger und Dr. Liane Träber von der Leipziger Messe

Auf der 11. "denkmal"-Messe vom 6. bis 8. November in Leipzig – ging eine der Goldmedaillen an den Landesinnungsverband Sachsen. Die Ehrung wurde für "herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa" verliehen. Die Jury würdigte insbesondere den Einsatz, den die Steinmetzbetriebe und die Sächsische Steinmetzschule Demitz-Thumitz für die Qualifizierung des Berufsstands erbringen. 2014 hätten wieder 42 angehende Steinmetze und Steinbildhauer ihre Ausbildung an der traditionsreichen Einrichtung begonnen.
Insgesamt hat die Schule in den letzten zehn Jahren mehr als 500 Gesellen aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg für die Praxis fit gemacht. Außerdem bietet sie berufsbegleitende Weiterbildungen für Steinmetze und Steinbildhauer an.

Das Steinmetzhandwerk war auf der denkmal wieder mit einem von den sächsischen Steinmetzen organisierten und betreuten Stand der Landesinnungsverbände vertreten. Ein "Highlight" war die von Steinmetzen aus Bayern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gefertigte Fünf-Länder-Stele. Daneben präsentierten sächsische Betriebe sowie das Steinzentrum Wunsiedel eigene Restaurierungsarbeiten, darunter Maßwerk und anspruchsvolle Profile. Lehrlinge der Firma Neubert aus Halsbrücke arbeiteten während der gesamten Messe in der dort eingerichteten "Lebenden Werkstatt". Tobias Neubert, inzwischen Landesinnungsmeister, hielt im
Messeforum zwei Fachvorträge zur Restaurierung von Natursteinfassaden.
 
(13.11.2014)

Autor/in: Harald Lachmann