Freisprechung und Verabschiedung

Nach feierlichem Ritual wurden Anfang August an der Steinfachschule Wunsiedel fünf junge Frauen und 31 junge Männer vom Lehrlings- in den Gesellenstand befördert.

Heinrich Rhein (M.), scheidender Leiter der EFBZ, erhielt zum Abschied aus den Händen von Kreiskämmerer Stefan Pommerenke (l.) das Modell eines Steinbruchs. Mit im Bild sind v.l.: Landrat Dr. karl Döhler sowie der neue Leiter des EFBSZ, Erwin Hor

Am 1. August wurden 36 junge Frauen und Männer am Europäischen Fortbildungszentrum für das Steinmetz und Bildhauerhandwerk (EFBZ) in Wunsiedel feierlich freigesprochen. Als Gäste begrüßte Zeremonienmeister Erwin Hornauer u.a. den Landratsstellvertreter Roland Schöffel, Berufsschulleiter Hans Ottmar Donnert, Ulrich Schmitt von der HWK Oberfranken, den Landesinnungsmeister Thomas Erdmann (Thüringen) und den Obermeister der Innung Nordoberfranken, Norbert Schlick.

Symbolischer Schlag mit dem Richtscheit
Die Freisprechung verlief nach altem Ritual. Nachdem die Lehrlinge und Ausbilder gemeinsam den Saal verlassen hatten und mit der historischen Steinmetzfahne und der Zunftlade mit den Werkzeugen der Steinmetze zurückgekommen waren, erhielten die Lehrlinge von Obermeister Norbert Schlick einen symbolischen Schlag mit dem Richtscheit, der sie in den Gesellen erhob. Im Anschluss führten die neuen Steinmetzgesellen ihre ersten Hammerschläge jenseits der Lehrzeit aus und erhielten ihre Bescheinigungen über die bestandene Prüfung sowie ihre Abschlusszeugnisse. Nach einem gemeinsam gesungenen Steinmetzlied endete die Zeremonie.
 
Fünf mal eine Eins vor dem Komma
Die 36 Lehrlinge kamen aus Franken und der Oberpfalz. Die fünf Absolventen Hannah Lehleiter (Nürnberg), Pia Vielwerth (Bamberg), Wolfgang Raithel (Weiden), Fabian Schramm (Miltenberg) und Tamo Giegerich (Aschaffenburg) hatten in ihrem Abschlusszeugnis eine Eins vor dem Komma. Sie erhielten dafür eine Urkunde und einen Staatspreis.
Die weiteren frischgebackenen Gesellen sind: Lukas Angene (Bad Windsheim), Marco Birklein (Unterhaid), Jasmin Braunschmidt (Coburg), Marco Bünting (Moosbach), Safa Dogru (Bamberg), Maximilian Doreth (Neustadt), Oliver Ehmer (Happurg-Thalheim), Johannes Einwich (Scheßlitz), Fabian Felix (Berg), Sascha Fidyka (Kitzingen), Darleen Greiner (Feuchtwangen), Hannes Hutschgau (Waidhaus), Michel Kirchner (Gräfenberg), Florian Körner (Stockheim), Christoph Moller (Krummennaab), Josia Mößel (Neumarkt), Nelson Mzobe (Bamberg), Bastian Popp (Höchstädt), Florian Proske (Schnaittach), Viktor Proswetow (Coburg), Sarah Rappl (Moosbach), Tobias Rester (Amberg), Maria Rosner (Zeitlarn), André Rußwurm (Hildburghausen), Alexander Schätz (Nürnberg), Lucas Schober (Lauf), Timo Stepputat (Bamberg), Vranjo Stumpf (Bamberg), Christin Wassum (Miltenberg), Christoph Wiegner (Insingen)und Andreas Wurm (Moosbach).
 
Abschied von Heinrich Rhein
Im Rahmen der Freisprechungsfeier würdigte Erwin Hornauer, der an diesem Tag die Leitung des Fortbildungszentrums von Heinrich Rhein übernahm,  die besonderen Leistungen seines Vorgängers, der der Veranstaltung als Gast beiwohnte: "Er hinterlässt mit seinem Ruhestand eine Lücke, die nur schwer zuschließen ist." Als Abschiedsgeschenk erhielt Rhein einen Bollerwagen, der mit allerlei leckeren und praktischen Dingen gefüllt war. Seine offizielle Verabschiedung fand einige Tage später statt. Auch Landrat Dr. Karl Döhler würdigte die Verdienste des langjährigen Leiters des Europäischen Fortbildungszentrums: Rhein habe das Steinzentrum nachhaltig gestaltet, weiterentwickelt und geprägt. Mit exzellentem Fachwissen und überzeugender, unkomplizierter Führungsqualität habe er in seiner Amtszeit von August 2008 bis heute den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz des EFBZ im In- und Ausland enorm gesteigert. Für sein Engagement war Heinrich Rhein bereits mit der "Großen Silbernen Ehrennadel" des BIV ausgezeichnet worden. Künftig wird Rhein als Vorsitzender des neuen Fachbeirats für das EFBZ mithelfen, die von ihm gesetzten Impulse für die Zukunftsfähigkeit des Steinzentrums zu realisieren.
 
Fortbildungen
Wer wissen möchte, welche Fortbildungen dieses und nächstes Jahr im EFBZ angeboten werden, findet diese Informationen hier.

(Veröffentlicht am 01.10.2014)

Autorin: Susanne Storath