Freisprechung in Wunsiedel

Obermeister Norbert Schlick befördert die Lehrlinge in den Gesellenstand.

Die Absolventen mit Zunftlade und historischer Steinmetzfahne der Dombauhütte Regensburg

James Durham (USA) bekommt den Wunsiedler Technikerhut verliehen.

Am 4. August wurden zwei junge Damen und 29 junge Herren am Europäischen Fortbildungszentrum für das Steinmetz und Bildhauerhandwerk in Wunsiedel feierlich vom Lehrlings- in den Gesellenstand befördert. Als Gäste begrüßte Heinrich Rhein,  Leiter des Fortbildungszentrums, u.a. den Landratsstellvertreter Gerald Schade, die Landesinnungsmeister Herrmann Rudolph (Bayern) und Thomas Erdmann (Thüringen) sowie Norbert Schlick, Obermeister der Innung Nordoberfranken, und Wolfgang Pöhlmann von der Handwerkskammer Oberfranken.

Die Freisprechung verlief nach altem Ritual. Nachdem die Lehrlinge und Ausbilder gemeinsam den Saal verlassen hatten und mit der historischen Steinmetzfahne und der Zunftlade mit den Werkzeugen der Steinmetze zurückgekommen waren, erhielten die Lehrlinge von Obermeis­ter Norbert Schlick einen symbolischen Schlag mit dem Richtscheit, der sie in den Gesellen erhob.

Im Anschluss führten die neuen Steinmetzgesellen ihre ersten Hammerschläge jenseits der Lehrzeit aus. Danach überreichten Ulrich Schmitt von der Handwerkskammer für Oberfranken, Ralph Zannier vom Prüfungsausschuss und Jürgen Wunderlich von der Berufsschule die Bescheinigungen und das Zeugnis über die bestandene Prüfung. Nach einem gemeinsam gesungenen Steinmetzlied wurde die Feier durch Erwin Hornauer, der als Zeremonienmeis­ter durch die Freisprechungsfeier führte, beendet.

Eine besondere Überraschung gab es noch für James Durham aus Madison im US-Bundesstaat Wisconsin. Er erhielt aus den Händen von Heinrich Rhein den breitkrempigen Technikerhut mit der Aufschrift der Wunsiedler Fachschule für Steintechnik, der so gut wie nie ehrenhalber verliehen wird. Doch an diesem Abend gab es eine Ausnahme: Durham beschäftigt in seinem amerikanischen Unternehmen Wunsiedler Steinmetze.

Drei mal 1,0
Die 31 Lehrlinge kamen aus Franken, Thüringen und dem hessischen Hanau. Die drei Absolventen Aron Berger (Regensburg), Walter Romeis (Hofheim) und Jörg Weih (Hanau) erzielten in ihrem Abschlusszeugnis die Durchschnittsnote 1,0. Sie erhielten dafür eine Urkunde und einen Staatspreis. Die weiteren frischgebackenen Gesellen sind: Christoph Berner (Coburg), Daniel Barth (Bamberg), Benedikt Brehm (Mörnbris-Hohl), Andreas Christ (Werneck), Christoph Dirmeier (Schwandorf), Steven Ebermann (Waidhaus), Nico Friedrich (Würzburg), Marco Gonnert (Bad Neustadt), Tobias Götz (Fürth), Florian Graml (Regensburg), Oliver Hempel (Scheßlitz), Oliver Imhof (Bamberg), Kai Meindl (Ansbach), Martin Munzinger (Schopfloch), Martina Opletal (Nürnberg), Lukas Pfuhlmann (Rauhenebrach), Alexander Reichelt (Pegnitz), Richard Reispich (Kaulsdorf), Jonas Riegel (Baunach), Erek-Hagen Roeßler (Altdorf), Patrick Rosenberger (Großlangheim), Hagen Scheele (Bamberg), Benedikt Schindler (Lappersdorf), Jessica Steinmann (Trossenfurt), Sascha Stuerzenhofecker (Königsfeld), Phillip Weibelzahl (Coburg), Thomas Woppert (Bechofen) und Bajram Zeka (Würzburg).

(17.9.2013)