Charles Dickens wird Denkmal aufgezwungen

Charles Dickens

Es kann gut sein, dass sich Charles Dickens bereits mehrmals im Grab umgedreht hat und es jetzt wieder tut. Nach seinem Tod im Jahr 1870 hat man den berühmten britischen Schriftsteller ("Oliver Twist") in der Westminster Abbey in London begraben. Da wollte Dickens nie hin: Er hätte seine letzte Ruhe gerne in Rochester gefunden.

Nicht nur das: Der Autor hat wiederholt geäußert, dass ihm bloß niemand jemals irgendein Denkmal errichten solle. Sogar in seinem Testament hat er nochmal explizit darauf hingewiesen. Auch das scheint die Nachwelt wenig zu interessieren: Zwei offizielle Statuen hat man bereits wenige Jahre nach seinem Tod geschaffen. Eine davon, eine lebensgroße Abbildung, steht heute in Philadelphia in den USA. Die andere befindet sich in Sydney. Und ein drittes Denkmal will man am 9. Juni aufstellen, wenn sich der Tod des Schriftstellers zum 133. Mal jährt. Es soll Dickens lesend auf einem Stuhl sitzend zeigen und wird im englischen Portsmouth stehen, wo er seine ersten Lebensjahre verbracht hat. Den Auftrag für die Skulptur erhielt der Bildhauer Martin Jennings aus Oxford. 118000 £ soll sie kosten.

(4.2.2013)