BAU: Toller Auftakt fürs neue Jahr

Über zahlreiche Kontakte mit Architekten freuten sich Georg und Josef Kusser. Die Firma Kusser war einer der allerersten Natursteinaussteller auf der BAU.

Auf dem Rossittis-Stand: Day-Spa mit Duschkabine aus Caesarstone "Fusion", Armatur Dornbracht, Design: Bettina Rauscher, Ausführung Semmler Naturstein

DNV-GF Reiner Krug mit seiner Mitarbeiterin Beate Ullrich

Präsentierten das exklusive Antolini-Sortiment: Business Development Manager Dieter Drossel (r.) und Architektenberater Sergio Miglioranzi

Badewanne aus der Produktline "JUMA Exclusive" Foto: Juma

Mit der Resonanz auf der BAU hochzufrieden: Thomas und seine Schwester Angelika Rossittis

Premiere auf der BAU: Die Firma Hofmann Naturstein, im Bild Johannes Hofmann (3. v. l.), freute sich über viele Kontakte und gute Gespräche an ihrem Stand.

Blickfang auf dem Stand von Kelheimer Naturstein war eine massive Küchenarbeitsplatte aus Kirchheimer Muschelkalk

Am Mapei-Stand: V. l.n. r. Dr. Uwe Gruber, Dr. Giorgio Squinzi (Präsident und CEO), Carlo Stanga, Marco Squinzi, Dott.ssa Adriana Spazzoli und Heinrich Maier

Ihre "Steine vom Bauhaus" zeigte die Firma TRACO, im Bild Vertriebsleiter Oliver Fröba, Susanne Ehmig (Außendienst), Michael Weltz (Kalkulation) und Mathias Poltermann (Außendienst).

Wenn das Jahr so weitergeht, wie es auf der BAU begonnen hat, dann darf man optimistisch sein. Den Natursteinausstellern brachte die BAU, die vom 14. bis 19. Januar in München stattfand, viele Kontakte mit Planern und Architekten. Viele interessierten sich für unseren Naturbaustoff, der andere Materialien an Schönheit und Nachhaltigkeit übertrifft.

Das Bedürfnis nach Sicherheit ist aktuell besonders ausgeprägt. Wer auf Nummer sicher gehen will, investiert heute nicht in Aktien, sondern in Immobilien. Viele stecken ihr Geld ins eigene Heim. Sie bauen neu oder sie sanieren. Längst wollten viele wertiger wohnen – jetzt setzen sie den Vorsatz um und gönnen sich eine neue Küche oder ein neues Bad. Die Baubranche profitiert von diesem Trend. Optimistisch zeigte sie sich auf der BAU in München. Dort war die Natursteinbranche diesmal erfreulich stark präsent. Erfreulich war auch die Besucherresonanz: "Wir sind hochzufrieden", freute sich Günter Gallenberger von Kelheimer Naturstein. Blickfang auf seinem Stand war eine Küchenarbeitsplatte aus Kalkstein, die auch gleich einen Käufer fand.

Sie würden an einem Tag auf der BAU mehr Architekten begrüßen als während einer ganzen Stone+tec, berichteten Georg und Josef Kusser von der Firma Kusser, die wie die Firma Kelheimer Naturstein zu den alten Hasen unter den Natursteinausstellern auf der BAU gehört. Vom guten Zuspruch gerade von Architekten und Planern erstaunt zeigten sich die Neulinge auf der BAU: Hofmann Naturstein, Picard, Rexgranit und TRACO in Gemeinschaft mit folgenden anderen Mitgliedsfirmen des Deutschen Naturwerkstein-Verbands (DNV): Hubert Killing, Heinrich Quirrenbach, Kirchheimer Kalksteinwerke, Lauster Steinbau Natursteinwerke, Schön und Hippelein sowie Wachenfeld
Natursteinwerk. Der DNV präsentierte seine Mustersammlung mit über 230 heimischen Natursteinen und die kürzlich erschienene Neufassung der Bautechnischen Information 1.5 "Hinterlüftete Fassaden aus Naturwerkstein", die sich an der im November 2011 herausgebrachten Fassadennorm DIN EN 18516-3 orientiert.

Die LGA Bautechnik/TÜV Rheinland informierte u.a. über die neue Bauproduktenverordnung – jetzt Pflichtprogramm! "Jedes Produkt braucht eine Leistungsbeschreibung und CE-Kennzeichnung. Die Länder sind zur Kontrolle verpflichtet", so Joachim Deppisch von der LGA.

Markt machen für Naturwerkstein
Zum zweiten Mal Aussteller auf der BAU war der Großhändler Rossittis, der mit seinen Kunden die "Natursteinmarke ROSSITTIS" in Szene setzte. Wieder gehörte der 215 m² große Messestand zu den Highlights in der "Natursteinhalle". Blickfänge waren die von Markenpartnern gefertigten Exponate aus Naturstein und Caesarstone, darunter Waschtische, Küchenelemente und eine Wellnessdusche, die mehrmals täglich von einer jungen Schönheit in Betrieb genommen wurde. Auch die Bereiche Terrasse und Treppen wurden thematisiert. Neu im Programm sind großformatige Solnhofener Platten (bis 70 x 70 und 80 x 80 cm!) in geringen Stärken (7–12 mm).

"Wir sind hier, um Architekten, Designer und Endverbraucher für Naturstein und Quarz zu begeistern", so Thomas Rossittis, der so für seine Kunden und letztlich für die ganze Branche zusätzlichen Bedarf an schönen Wohnlösungen mit Naturstein wecken will. Auf der BAU würden genau diese Zielgruppen erreicht. Viele potenzielle Kunden hätten noch keine Ahnung von Naturstein, obwohl dieser Baustoff genau die Eigenschaften in sich vereine, die heute gefragt seien: "Er ist Natur pur. Jedes Stück und jede Platte ist einzigartig. Naturstein ist ungeheuer vielfältig sowie zeitlos schön. Und er ist ein absolut nachhaltiges, weil dauerhaft beständiges und wertiges Material." 14 Mitarbeiter kümmerten sich um die zahlreichen Besucher, führten rund 2.500 Gespräche und hielten 500 Kontakte schriftlich fest. "Markt machen für Naturstein können wir nur auf Messen wie der BAU, der ISH und der LivingKitchen. Wir füttern quasi an, unsere Verarbeiter profitieren, und wir liefern ihnen erstklassiges Material." Auf der ISH wird Rossittis ebenfalls ausstellen.

Die Firma Schubert aus Ingolstadt ist Vorreiter, was die Gestaltung hochwertiger Badlösungen betrifft. Auf der BAU präsentierte sie sich wieder zusammen mit dem Armaturenhersteller Dornbracht, Vorreiter in den Bereichen Design rund um das Element Wasser und Technologie sowie Erfinder der Ritualbäder. "Viele Besucher waren fasziniert von unseren Ideen fürs Bad. Wir sind sehr zufrieden", sagte Henry Schubert.

Die Firma Juma hat exklusiv einen neuen frostbeständigen Kalkstein im Sortiment. Lieferbar ist "Infinity" in den Oberfächen geschliffen, poliert, feingestockt und gebürstet in den Stärken 1, 2 und 3 cm. Außerdem stellte die Juma auf der BAU ihre neue Produktlinie "JUMA Exclusive" für den Premium-Badbereich vor. Sie umfasst maßgefertigte Naturstein-Badewannen, Duschkabinen und Waschbecken, die von Produkt-Designer Torsten Müller gestaltet wurden.

Der westfälische Schieferspezialist Magog zeigte auf einem fast 100 m² großen Stand Schieferprodukte und Systemlösungen für die Dach- und Fassadendeckung sowie für Böden und Wände im Innen- und Außenbereich.

Mit spaltrauen Schieferriemchen in Blaugrau, Anthrazit oder Grün stellte Rathscheck Schiefer eine dreidimensionale Gestaltungsidee für Innen- und Außenwände vor. Die Riemchen sind umlaufend scharfkantig gesägt und exakt auf Stärken von 10, 15 oder 20 mm kalibriert. Die kleinste Kantenlänge beträgt im Innenbereich 6 cm, die maximale Länge 60 cm. Kommen die Riemchen im Außenbereich zum Einsatz, ist ihre Größe gemäß DIN 18515 auf maximal 40 cm Länge und eine Steingröße von max. 0,12 m² begrenzt. Innen wie außen sind die Riemchen nach DIN 18299 im "Buttering-Floating-Verfahren" zu verarbeiten. Der Klebemörtel wird dabei mit einer Zahnkelle ca. 6 bis 8 mm dick auf die Wandfläche und die Steinrückseite aufgetragen; die Riemchen werden darin eingebettet. Innen können die Riemchen fugenlos verarbeitet werden, außen ist ein Fugenanteil von 5% anzustreben.

Weitab von den anderen Natursteinanbietern befand sich der Stand des italienischen Großhändlers Antolini Luigi & C. Business Development Manager Dieter Drossel und Architektenberater Sergio Miglioranzi präsentierten das breite Sortiment an exklusiven Natursteinsorten und -designs des weltbekannten Anbieters.

Zugleich funktional und dekorativ ist das von der italienischen Firma Grassi Pietre entwickelte modulare System, mit dem man – je nach Kundenwunsch – unterschiedliche Natursteinanwendungen wie Fassaden, Sitzmöglichkeiten und Beleuchtung kombinieren kann. Die Präsentation lud zum Anfassen ein. Aussteller waren auch die italienischen Natursteinanbieter Bagnara und Granulati Zandobbio.

Historisch bedeutsame Natursteine aus der Alpen-Adria-Donau-Region stellte das Unika Natursteinwerk aus Lengau bei Salzburg vor. "Alle ausgestellten Steine der Produktlinie 'Natursteine der Donaumonarchie' haben ihre Eignung bereits seit Jahrhunderten an kulturhistorisch bedeutsamen Bauten unter Beweis gestellt und sind für den Einsatz im Innen- und Außenbereich geeignet", informierte Georg Platzer. Ob handwerkliche Arbeiten oder große Belagsflächen – alle Aufträge würden nach Kundenwünschen ausgeführt.

Die Glöckel Natursteinwerk GmbH ist auf rustikale Natursteine spezialisiert. Zu den Hinguckern auf ihrem Stand gehörte Limesmauerwerk®, getrommelt, sowie Toscamauerwerk®, gespalten. Die Steine haben für eine schnelle Verlegung gesägte Lager- und Stoßfugen, gespaltene Vorderund Rückseite und bei Limesmauerwerk sind alle Kanten rustikal abgeschlagen.

Frostsicheren Wraza-Kalkstein aus Bulgarien, Basaltlava, Andesitlava und Travertin aus Armenien und Steine aus Nordgriechenland vertreibt die Firma Wetri mit Sitz in Glienicke. Neu im Programm ist das TEKTA®-Verankerungssystem von der Stoa Ltd. (www.tekta.eu).

Ein System zum Nivellieren von Bodenund Wandfliesen bei der Verlegung zeigte die Firma Italmont, die wieder mit einem großen Stand auf der BAU vertreten war.

Wie man PlanFix praktisch anwendet, zeigt unter www.italmont.de/planfix.html ein Video. Estriche schnell und perfekt abziehen kann man mit dem lasergeführten Estrich-Roboter von Italmont. Er ist so wendig, dass er nicht nur für größere Flächen, sondern auch in kleinen Wohnräumen eingesetzt werden kann. Die Arbeitsbreite ist von 65 bis 110 cm einstellbar. Zum Einsatz siehe das Video unter: www.italmont.de/lom110_flashvideo.html

Neue Bildsprache
Mapei tritt jetzt mit einer neuen Bildsprache auf. Der italienische Illustrator Carlo Stanga hat "Die Welt von Mapei" in einer Architektur-Grafik dargestellt, die auch die Titelseiten der neuen Mapei-Kataloge ziert. Carlo Stanga, der für namhafte italienische Zeitungen arbeitet, ist bekannt für seinen spielerischen und emotionalen Ansatz bei der graphischen Umsetzung von Themen aus dem Bereich der Architektur. Die neue Bildsprache war auf der BAU Gegenstand einer Pressekonferenz mit der Unternehmerfamilie, Carlo Stanga und der Geschäftsleitung der deutschen Mapei GmbH, die in diesem Jahr die 200 Mio. €-Marke überschreiten will. Insgesamt setzt das 1937 gegründete Unternehmen weltweit 2,1 Mrd. € um. Zur BAU 2013 wurde die Anwenderbroschüre zur "fachgerechten Verlegung von keramischen Fliesen und Platten sowie Natursteinen" komplett neu gestaltet.

Ein neues Gütesiegel des Industrieverbandes Dichtstoffe (IVD) soll für Transparenz sorgen, was die Qualität von Dichtstoffen betrifft. Als erster Hersteller hat die Firma Otto Chemie eine Reihe von Produkten prüfen und zertifizieren lassen. Ab sofort darf das Unternehmen die Dichtstoffe
OTTOSEAL® A 205, A 207, M 360, P 305, S 70, S 100, S 130 und S 140 mit dem neuen IVD-Gütesiegel schmücken. Auf der Messe präsentierte Otto u.a. den Hybridklebstoff OTTOCOLL® M 510, mit dem kraftschlüssiges Kleben von Bauteilen aus den unterschiedlichsten Werkstoffen möglich ist. Er ist verträglich mit Marmor und anderen Natursteinen (keine Verfettung oder Verfärbung). Die neun gebräuchlichsten Farben des Naturstein-Silicons OTTOSEAL® S 70 sind ab sofort auch in mattem Finish erhältlich. Damit entspricht Otto dem aktuellen Trend zu matten Oberflächen auch bei zeitlos eleganten Bodenbelägen aus Marmor, Granit und anderen Natursteinen.

Sopro FKM® Silver heißt der neue Fliesenund Natursteinkleber von Sopro. Der silbergraue Flexkleber mit hoher Kunststoffvergütung und Spezial Faserverstärkung des zementären Materials ist universell anwendbar und zeichnet sich durch frühe Haft- und hohe Standfestigkeit aus. Er eignet sich zur Verlegung von großformatigen Fliesen, verformungsempfindlichen kunstharzgebundenen Platten und von verfärbungsempfindlichem und/oder transluzentem Naturstein. Die silbergraue Farbgebung verhindert störende Durchscheineffekte, durch die Verwendung von rheinischem Trass wird die Gefahr von Ausblühungen vermindert. Know-how rund um die Natursteinverlegung bietet Sopro in einer komplett neu konzipierten Broschüre.

Mit der staubarmen Spachtelmasse codex FM 100 hat die Firma Uzin Utz ihre ecoTec-Produktlinie weiter ausgebaut. Das Produkt ist nach Firmenangaben besonders emissionsarm. Ein "Level-Plus-Effekt" ermöglicht die Herstellung einer planebenen Verlegeoberfläche in beliebiger Schichtdicke. Ebenfalls neu, emissionsarm und laut Firma "turboschnell" ist der Dünn- und Fließbettmörtel codex Power RX 6 Turbo. Insbesondere bei niedrigen Temperaturen gewährleistet er ein sehr schnelles Abbinden. Er ist vom Dünnbettmörtel bis zum Fließbettmörtel einstellbar und somit auch für Großformate geeignet.

Als Schwesterfirma der Firma Proline Systems entstand im März 2012 die Firma Calomero Flächenheiz- und Kühlsysteme, die seit Anfang 2013 als Proline Energy GmbH firmiert. Die Firma widmet sich der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Produkten bzw. Systemen für die technische Gebäudeausstattung mit Schwerpunkt Flächenheiz- und Kühlsysteme. Der Technische Vertrieb betreut den Kunden von der Wärmeberechnung bis zur Planung der estrichlosen Verlegung. Proline Systems bietet Fliesenprofile und Mattensysteme sowie Bodenprofile und Unterlagsbahnen an.

Als Alternative zum konventionellen schwimmenden Estrich hat der Fliesenzubehörspezialist Blanke den Blanke PERMATFLOOR entwickelt. Er setzt sich aus einer druckfesten, 40 mm dicken Dämmung in WLS 035 mit Stufenfalz, dem Dispersionskleber Blanke Gluemax sowie der "Armierungsschicht" Blanke Permat zusammen. Daraus ergibt sich ein Trockenbausystem für den Bodenbereich, das auf nahezu allen planebenen Untergründen wie Betondecke, Holzdielen, Altfliesen, OSB-Platten o.ä. statt Estrich einzusetzen und dank des geringen Gewichtes und der niedrigen Aufbauhöhe (4,5 cm) insbesondere für die Sanierung und Modernisierung von Bestandswohnungen geeignet ist.
Bärbel Holländer

(21.2.2013)