Arbeitserleichterung durch "Mobile Business"

Stefan Wolf setzt auf modernste Technologien in seinem Betrieb.

Während iPad und Smartphone aus dem Privatleben nicht mehr wegzudenken sind, setzen nun auch immer mehr Handwerksbetriebe auf modernste Informations- und Telekommunikationstechnologien. Einer der ersten in der Steinbranche ist Stefan Wolf, Chef des Natursteinwerks Rechtglaub-Wolf in Lübeck. Er ist nicht nur aktiver Nutzer von sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook und Xing (siehe Artikel in Naturstein 8/2012, ab S. 10) – auch mit Smartphone, iPad und Laptop ist er optimal mit seinen Mitarbeitern verbunden und für Geschäftspartner zumindest theoretisch immer erreichbar. Der Betrieb verfügt zudem über einen eigenen Terminalserver, der alle Firmenstandorte miteinander vernetzt. Für das Unternehmen bedeutet das weniger Arbeitsaufwand, mehr Transparenz, Leistungskontrolle, die unproblematische Aufbereitung von Daten und somit verlässliche Zahlen für die Kalkulation. Administrative Arbeiten können ortsunabhängig erledigt und die Effizienz gesteigert werden. Die Mitarbeiter verwenden einen zusätzlichen Handheld-Computer für die Auftragsdatenverarbeitung und die mobile Zeiterfassung. Dadurch fallen Tagesberichte und Auftragszettel Schritt für Schritt weg. Für Wolf hat die Nutzung solcher Technik vor allem einen Vorteil: Er kann sich voll auf seine Leitungsaufgaben konzentrieren.

Ent- statt Belastung
Aber: Digitale Kommunikation ersetzt nicht das persönliche Gespräch, ist Stefan Wolf überzeugt. "Die ständige Erreichbarkeit soll nicht zur Last werden, sondern Arbeitsprozesse optimieren und die Position des Unternehmens stützen". Für Stefan Wolf funktioniert es: Mittlerweile kann er den Terminalserver komplett über das iPhone und iPad bedienen. Auch die Firmenwebsite ist auf die Darstellung auf mobilen Endgeräten angepasst.
Grundsätzlich muss jeder Unternehmer für sich entscheiden, ob und wie er "Mobile Business" für seinen Betrieb nutzt – ein eigener Internetauftritt sei allerdings ein Muss, meint Wolfram Kroker, eBusiness-Lotse der HWL Lübeck. Laut Statistik haben jedoch etwa 40 % der Handwerksbetriebe haben jedoch keine eigene Webseite, über 80 % kein mobiles Endgerät. Hier besteht dringend Nachholbedarf.

(Veröffentlicht am 28.11.2014)

Autorin: Christine Kulgart