7 berühmte Promi-Grabstätten

Ein schillerndes Leben spiegelt sich oft in einer imposanten Grabstätte wieder. Viele Prominente bleiben auch nach ihrem Tod noch lange im Gedächtnis, manche erlangen erst danach wahren Ruhm. Wir haben sieben Grabstätten prominenter Persönlichkeiten für Sie zusammengestellt, von denen so manche auffallend unauffällig ist.

 

#1 Romy Schneider - Boissy-sans-Avoir



Romy Schneider (bürgerlich Rosemarie Magdalena Albach) war eine deutsch-französische Schauspielerin, die vor allem durch die "Sissi"-Trilogie bekannt wurde. Man fand sie am 29. Mai 1982 tot an ihrem Schreibtisch in Paris. Als offizielle Todesursache wurde Herzversagen angegeben, die Medien allerdings sprachen von Selbstmord. Schneider wurde auf dem Friedhof von Boissy-sans-Avoir, einer kleinen Gemeinde im Département Yvelines in der Region Île-de-France, beigesetzt. Ihr Sohn David Christopher, der 1981 im Alter von 14 Jahren bei einem Unfall starb, wurde ebenfalls in ihr Grab verlegt.

#2 Jim Morrison - Paris



James Douglas "Jim" Morrison war ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Lyriker. Bekannt wurde er als Frontmann von The Doors. Um Morrisons Tod ranken sich einige Legenden, offiziell sprach man von Herzstillstand. Da die Drogen- und Alkoholprobleme des Sängers aber weithin bekannt waren, wird der Theorie um eine Überdosis Heroin mehr Glauben geschenkt. Er verstarb am 3. Juli 1971. Vier Tage darauf wurde er auf dem Pariser Ostfriedhof Père Lachaise beigesetzt. Nach dem Diebstahl einer kleinen Steintafel 1973 wurde erst im Juni 1981 ein Grabstein, den die drei verbliebenen Doors-Musiker finanziert hatten, errichtet. Im Dezember 1990 ließen Morrisons Eltern einen neuen monumentalen Grabstein mit einer Bronzeplatte errichten. Die Bronzeplatte trägt die altgriechische Grabinschrift "κατὰ τὸν δαίμονα ἑαυτοῦ", die "gemäß seinem Dämon" oder "gemäß seinem Schicksal" bedeutet. Bei dem Grab handelt es sich um eine der populärsten Touristenattraktionen in Paris. Jährlich wird es von bis zu 1,5 Millionen Besuchern besichtigt.

#3 Falco – Wien



Falco (bürgerlich Johann Hölzel) war ein österreichischer Musiker, der vor allem durch Lieder wie "Rock me Amadeus" und "Der Kommissar" bekannt wurde. Er starb am 6. Februar 1998 bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik. Bei der Obduktion wurden bei ihm ein Blutalkoholwert von 1,5 % und große Mengen an Kokain sowie Tetrahydrocannabinol (THC) nachgewiesen. Er wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof beerdigt, wo sein Grab noch heute von Fans besucht wird.

#4 Karl May - Radebeul



Karl Friedrich May war ein deutscher Schriftsteller, der mit Abenteuerromanen wie "Winnetou" und "Old Surehand" berühmt wurde. Er verstarb am 30. März 1912 an Herzparalyse, Bronchitis und Asthma, allerdings wurde auch unerkannter Lungenkrebs nicht ausgeschlossen. Mit seiner Frau Klara wurde er auf dem Friedhof Radebeul-Ost im sogenannten May-Grabmal beigesetzt. Das Grufthaus erinnert an einen griechischen Tempel, inspiriert von der Akropolis ins Athen. Im Inneren befindet sich eine Figurengruppe aus Marmor von Selmar Werner, "Engel empfangen eine irdische Seele" genannt. Sie wird von dem Licht, das durch das Glasdach fällt, beleuchtet. Heute steht das May-Grabmal unter Denkmalschutz.

#5 Marilyn Monroe – Los Angeles




Marilyn Monroe (bürgerlich Norma Jeane Baker) war eine US-amerikanische Filmschauspielerin, Fotomodell, Sängerin und Filmproduzentin. Sie starb in der Nacht vom 4. auf den 5. August 1962 im Alter von 36 Jahren in ihrem Bett in Brentwood, Los Angeles. Die Todesursache war eine Überdosis des Barbiturats Nembutal in Verbindung mit dem Schlafmittel Chloralhydrat. Um ihren Tod gab es viele Spekulationen, darunter Suizid, versehentliche Überdosis, ein ärztlicher Kunstfehler oder sogar Mordtheorien. Monroe wurde am 8. August in einem Bronzesarg im Corridor of Memories im Westwood Village Memorial Park Cemetery in Los Angeles beigesetzt.

#6 Rudolph Moshammer - München



Rudolph Hans Albert Moshammer war ein deutscher Modedesigner, Autor und Inhaber einer Boutique in der Münchner Maximilianstraße. Er wurde am 14. Januar 2005 von Herisch Ali Abdullah mit einem Kabel erdrosselt. Die Beisetzung fand in einem Mausoleum direkt am Eingang des Münchner Ostfriedhofs statt, in dem auch schon seine Mutter bestattet wurde.

#7 Elvis Presley - Graceland



Elvis Aaron Presley war ein US-amerikanischer Sänger, Musiker und Schauspieler, der als "King of Rock'n'Roll" bekannt wurde. Er starb 16. August 1977 an plötzlichem Herztod, der auf einen angeborenen Herzfehler und andere gesundheitliche Probleme wie Grüner Star, einer chronischen Darmerkrankung, Blutarmut, Bluthochdruck und Knochenkrebs zurückzuführen ist. Am 18. August 1977 bestattete man ihn zunächst auf dem Forrest Hill Friedhof neben seiner Mutter. Nachdem versucht worden war, den Leichnam des Sängers zu entwenden, erhielten die Erben eine Sondergenehmigung, Elvis und Gladys Presley Anfang Oktober 1977 im Meditationsgarten auf dem Anwesen Graceland zu bestatten. Geschmückt wird das Grab von einer Gedenkplatte und der Inschrift seines Vaters Vernon Presley. Die Ruhestätte von Elvis Presley ist so bedeutend, dass das amerikanische Innenministerium sie 2006 zu einem National Historic Landmark erklärte. Noch heute pilgern jährlich bis zu 600.000 Fans zu der Grabstätte.

Welche berühmten Promi-Grabstätten kennen Sie? Haben Sie schon eine besucht? Kommentieren und diskutieren Sie auf unserer Facebook-Seite.

(Veröffentlicht am 25. November 2014)

Autorin: Christine Kulgart