Neues Verbundstudium Bauingenieurwesen und Naturwerksteinmechaniker

DNV-Präsident Joachim Grüter (li.) und Vizepräsident der TH Nürnberg, Prof. Dr. Niels Oberbeck (re.), bestätigen die Kooperation.

Am 2. Juni haben die Staatliche Berufsschule Eichstätt und die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm eine Kooperationsvereinbarung bezüglich eines Dualen Studiums besiegelt. Ab September wird das erste Verbundstudium im Fach Bauingenieurwesen (Bachelor) gekoppelt mit einer Ausbildung zum Naturwerksteinmechaniker (IHK) angeboten. Initiiert hat die Partnerschaft die Kommission Berufsbildung im DNV unter der Leitung von Präsident Joachim Grüter.

Der neue Studiengang zeichnet sich durch abwechselnde Phasen der theoretischen Unterrichtung an der Hochschule und praktischen Ausbildung im Betrieb aus. Im ersten Ausbildungsjahr erfolgt die Berufsausbildung in den Betrieben sowie in der Staatlichen Berufsschule Eichstätt. Die theoretischen Lerninhalte der Berufsbildung zum Naturwerksteinmechaniker werden an der Berufsschule Eichstätt vermittelt. Nach Abschluss des ersten Ausbildungsjahres erfolgt eine Zwischenprüfung.

Im zweiten Ausbildungsjahr beginnt das Studium Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. In der vorlesungsfreien Zeit wird die Ausbildung in den Betrieben weitergeführt.

Im dritten Ausbildungsjahr wird das Studium Bauingenieurwesen sowie die Ausbildung in den Betrieben in den vorlesungsfreien Zeiten weitergeführt.
Das vierte Ausbildungsjahr beginnt mit einem Praxissemester (fünftes Semester). Die Praxisausbildung kann im ausbildenden Betrieb, soweit dieser ingenieurmäßige Tätigkeiten vermitteln kann, oder in Baubetrieben, Bauämtern, Ingenieurbüros usw. stattfinden. Innerhalb des Praxissemesters sind zwei Wochen für die Vorbereitung auf die berufliche Abschlussprüfung an der Berufsschule Eichstätt reserviert. Nach diesen Vorbereitungen erfolgt die Abschlussprüfung durch die IHK München. Nach dem Praxissemester erfolgt im vierten Ausbildungsjahr ein weiteres Theoriesemester an der Hochschule.

Im fünften Ausbildungsjahr wird das siebte und letzte Theoriesemester absolviert und die Bachelor-Arbeit angefertigt.

Innerhalb des Dualen Studiums findet in den Betrieben die Berufsausbildung zum Naturwerksteinmechaniker in den ersten drei Jahren während der schul- und vorlesungsfreien Zeiten statt. Mit der Abschlussprüfung im fünften Semester (Praxissemester) des Studiums endet die Berufsausbildung und der/die Auszubildende erhält von den Betrieben nach der Ausbildungsvergütung ein Stipendium für die noch verbleibende Hochschulausbildung. Dafür verpflichtet sich der/die Auszubildende nach Beendigung des Studiums im siebten Semester noch mindestens drei weitere Jahre im ausbildenden Betrieb tätig zu bleiben. Eine vorzeitige Kündigung hat die anteilige Rückzahlung des Stipendiums zur Folge.

Interessierte können sich ab sofort für das neue Modell bewerben.

Kontakt: und weitere Informationen: www.natursteinverband.de

(1.7.2014)