Der Grabmal-TED ist entschieden

Platz 1 beim Grabmal-TED: "Zuwendung" von Christian Deller und Thomas Lang aus Sankt Augustin.

Platz 2: "Engel" von Julia Lambertz aus Burghaun.

Platz 3: Sichturne von Henner Gräf aus Sprockhövel.

Beim Grabmal-TED haben Verbraucher per Online-Abstimmung die beliebtesten Grabmale ermittelt. Auf die ersten Plätze schafften es Arbeiten aus Stein und Holz.

Bereits zum neunten Mal haben die Verbraucherinitiative Aeternitas und Naturstein den Grabmal-TED veranstaltet und öffentlichkeitswirksam über die beliebtesten Grabmale abstimmen lassen. Unter www.grabmal-ted.de standen diesmal 29 Arbeiten zur Auswahl, die 18 Betriebe eingereicht hatten. Die Grabzeichen aus Stein, Holz, Glas, Metall oder sogar Beton wurden sowohl handwerklich als auch industriell gefertigt. In Bezug auf Naturstein waren ausschließlich heimische Materialien zugelassen. Die Resonanz auf die Aktion war wieder groß. Tausende Internetnutzer haben sich an dem von April bis Ende August laufenden Voting beteiligt.

Die Gewinner
Wie in den Vorjahren war die Grabmalmeisterschaft wieder bis zum Ende spannend. Das Rennen gemacht hat letztendlich ein gemeinsamer Entwurf der Steinmetz- und Bildhauermeister Christian Deller aus Eitorf und Thomas Lang aus Bonn (Nordrhein-Westfalen). Ihr aus Basalt, Jura und Edelstahlelementen bestehendes Grabmal mit dem Titel "Zuwendung" erhielt die meisten Stimmen. Das handwerklich gearbeitete Denkmal (80 x 40 x 120 cm) soll die Verbindung zweier verheirateter Menschen im Leben und auch nach dem Tod symbolisieren. Dies wird durch ein entsprechendes Ornament und sich zugewandte Schriftflächen dargestellt. Preislich liegt die Arbeit bei 8.950 €.

Platz zwei erreichte Julia Lambertz aus Burghaun (Hessen) mit ihrer aus Eichenholz gefertigten und mit einer Halterung, Abdeckung und Einfassung aus Edelstahl versehenen Arbeit "Engel". Als Basis für die Stele (40 x 13 x 60 cm) diente eine dicke Eichenholzbohle, aus der die Gestalterin von Hand ein plastisches Engelrelief herausarbeitete. Die Figur zeichnet sich durch eine raue Oberflächenstruktur aus, der Reliefhintergrund wurde plan geschnitzt. Außerdem wurde die Beschriftung vertieft ins Holz geschnitten, sodass sie je nach Lichteinfall heller oder dunkler erscheint. Eine Abdeckung aus Edelstahl schützt das Stirnholz vor eindringendem Wasser. Die Oberfläche entwickelt im Laufe der Zeit eine schützende silbergraue Patina – ein Prozess, der das Werden und Vergehen des Lebens symbolisieren soll. Das Eichenholz kann optional durch Öl oder eine Lasur vor Witterungseinflüssen geschützt werden, um die natürliche Holzfarbe zu erhalten. Als Preis hat die Schöpferin für ihre Arbeit 2.800 € veranschlagt.

Dritter wurde der Steinmetz und Bildhauer Henner Gräf aus Sprockhövel (Nordrhein-Westfalen) mit einer Sichturne aus Ruhrsandstein. Die Arbeit ist im Stil einer Skulptur gefertigt und zeichnet sich durch ihre Schlichtheit aus. Für Akzente sorgen nicht zuletzt die für Ruhrsandstein typischen Maserungen. Neben einem Hauptfach für die Urnenkapsel sind in das Grabmal zwei weitere Fächer eingearbeitet, in die persönliche Erinnerungsstücke gelegt werden können. Der Preis ist mit 6.848 € ausgwiesen.

Mit dem Grabmal-TED wollen Aeternitas und Naturstein die Vielfalt hierzulande verfügbarer Materialien und Steinsorten zeigen und die regionale Identität von Friedhöfen und Grabmalen stärken. Alle zur Abstimmung eingereichten Grabmale werden im Grabmal-Katalog von Aeternitas unter www.gute-grabmale.de präsentiert.

(4.9.2014)

Autor: Sebastian Hemmer