Antikisieren durch Gleitschleifen

Die Firma Rösler präsentiert auf der Stone+tec u.a. Lösungen im Bereich Gleitschleifen. Bei dieser mechanischen Werkstückbearbeitung werden Steine in einer bewegten Schüttung entweder Teil gegen Teil oder mit speziellen Keramik-Schleifkörpern und durch Zugabe von Wasser auf alt getrimmt. Während des Schleifprozesses wird die Oberfläche der Steine geglättet, wodurch eine Optik entsteht, die der natürlichen Abnutzung sehr nahe kommt. Gleichzeitig werden die Kanten verrundet. Die Rösler Oberflächentechnik GmbH bietet für das Gleitschleifen von Naturstein Komplettlösungen, die laut eigenen Angaben flexible, schnelle und kostengünstige Veredelung ermöglichen. Die Anlagen des Untermerzbacher Unternehmens sind weltweit im Einsatz und werden in Deutschland auch über die Schlingenhoff GmbH vertrieben.
Nahezu alle Natursteinarten
Die Bearbeitung von Natursteinen erfolgt in erster Linie in Rund- und Trogvibratoren, die mit einem Zuführband automatisch beschickt werden können. Rundvibratoren kommen überwiegend für die Veredelung von Natursteinplatten zum Einsatz. In Trogvibratoren lassen sich Pflaster und Mauersteine oder auch längere Steinteile wie Säulen, Tritt- und Setzstufen, Fenster- und Türgewände sowie Platten bearbeiten. Dem Trend nach immer größeren antikisierten Platten trägt Rösler mit der neu entwickelten Trog-Maschinengeneration TS-D Rechnung, in der sich erstmals Formate bis zu 1000 x 900 mm gleitschleifen lassen.
Der mit einer robusten PU-Beschichtung ausgekleidete Arbeitsbehälter dieser Anlagen wird durch Unwuchtmotoren in Vibration versetzt. Die Motoren sind eine Eigenentwicklung von Rösler. Die neue Antriebstechnik führt zu einer gleichmäßigen Umwälzung des Stein-Schleifkörpergemisch. Die Intensität der Umwälzbewegung und die Durchlaufzeit können entsprechend der Steinart und Bearbeitungsanforderungen individuell gewählt und in der Anlagensteuerung als Programm hinterlegt werden.
Bei sogenannten Durchlaufanlagen findet die Bearbeitung im kontinuierlichem Durchlauf statt. Nach der vorgegebenen Bearbeitungszeit wird das Stein-Schleifkörpergemisch auf eine Separierstation befördert. Dort werden Steine und Schleifkörper zuverlässig voneinander getrennt. Die Schleifkörper gelangen automatisch zurück in den Arbeitsbehälter, während die Steine nach einer zusätzlichen Reinigung durch Spülleisten auf ein Transportband übergeben werden können.
Da Rösler auch die Schleifkörper selbst entwickelt und produziert, können sie ebenfalls auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt werden. Dies ermöglicht, dass die Gleitschlifftechnik für nahezu alle Natursteinarten einsetzbar ist. Um die optimalen Prozessparameter festzulegen, führt Rösler gemeinsam mit Kunden Versuche im eigenen Testzentrum durch.
Maßgeschneiderte Automatisierung
Für das Handling der Steine bietet Rösler maßgeschneiderte Automatisierungslösungen, wie beispielsweise Transportsysteme von der Säge zur Gleitschliffanlage. Sie minimieren manuelle Arbeitsschritte und tragen damit einerseits zu einer Verbesserung des Arbeitsschutzes bei. Andererseits lassen sich durch die Automatisierung Durchsatz und Wirtschaftlichkeit erhöhen. Eine Integration der Gleitschliffanlagen in Fertigungslinien ist ebenfalls möglich.
Kontakt:
www.rosler.info
Stone+tec: Halle 6, Stand 209



