Veröffentlichung über Chorobergeschosse des Kölner Doms
Mit der Veröffentlichung der Forschungsarbeit von Maren Lüpnitz zum Bau der Chorobergeschosse des Kölner Doms (Verlag Kölner) Dom liegt erstmals eine umfassende bauhistorische Dokumentation dieser zwischen ca. 1265 und 1320 errichteten Bauteile vor. Sie gilt als die bedeutendste bauhistorische Untersuchung der letzten Jahre zum Kölner Dom und schließt sich unmittelbar an Arnold Wolffs grundlegende Studie zur Baugeschichte des Chorerdgeschosses an, die 1968 im Kölner Domblatt veröffentlicht wurde.
Grundlage der Forschungsarbeit, die eine Fülle neuer Erkenntnisse zu Bauabfolge, mittelalterlicher Bauorganisation und zur Bautechnik am Dom enthält, sind eine Reihe maßgenauer Pläne, die in einem eigenen Mappenwerk veröffentlicht wurden. Das alte Archiv der Kölner Dombauhütte ist seit dem späten 18. Jahrhundert verschollen. Schriftliche Zeugnisse zum mittelalterlichen Baugeschehen an der Kölner Kathedrale sind deshalb kaum überliefert. Maren Lüpnitz hat den Bau der Chorobergeschosse eingehend untersucht. Erstmals sind die Bauteile der Chorobergeschosse in großem Maßstab zeichnerisch erfasst und dokumentiert worden.
Die Arbeit beinhaltet 59 zum Teil großformatige Tafeln, die exakt vermessene Grundrisse, Ansichten, Schnitte und zahlreiche Details dieser Chorgeschosse zeigen. Darin enthalten sind auch komplizierte Steinschnitte und Explosionszeichnungen, die die Versatzabfolgen von Bauteilen darstellen.
Maren Lüpnitz: Die Chorobergeschosse des Kölner Domes. Beobachtungen zur mittelalterlichen Bauabfolge und Bautechnik. 304 Seiten, 53 Tafeln, 76 Abbildungen, Verlag Kölner Dom, 90 €, ISBN: 978-3-922442-70-7, Mappe: 44 s/w Tafeln, Verlag Kölner Dom, 90€, ISBN: 978-3-922442-71-4.
(28.9.2011)



