Trauerort für Zuwanderer
Oft können in Deutschland lebende Zuwanderer nicht an Bestattungen von Angehörigen oder Bekannten teilnehmen oder deren Grabstätten aufsuchen. Kriege oder Einreiseverbote machen einen Besuch ihres Heimatlands unmöglich.
Damit Menschen mit Migrationshintergrund auch hierzulande die Gelegenheit bekommen, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, plant das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf (PSZ) die Errichtung eines multikulturellen Trauerorts im Hof der Düsseldorfer Bergerkirche. Bis Ende 2010 soll ein offener Ort ohne religiöse Symbole, Bildnisse oder Figuren entstehen, der mit naturnahen Materialien gestaltet werden und auf den vier Elementen Wasser, Erde, Feuer und Luft basieren soll. Eine interkulturelle Projektgruppe mit Beteiligten aus neun Ländern hat hierfür die Grundlagen erarbeitet und einen offenen Wettbewerb ausgeschrieben. Außerdem hat man Kontakt mit der Düsseldorfer Steinmetzinnung aufgenommen.
Bis 31. August können Entwürfe eingereicht werden. Teilnehmen können Kunstschaffende und Bildhauer aus allen Kulturen. Auch Geld- und Sachspenden für die Realisierung des Trauerorts sind willkommen.
Kontakt:
Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf
Benratherstraße 7
Tel.: 0211/353315
info@psz-duesseldorf.de
www.psz-duesseldorf.de




