"Tag des Friedhofs" in Ulm

In Ulm begeht man den "Tag des Friedhofs" am 18. Oktober. Der Arbeitskreis Friedhof, bestehend aus dem Friedhofsamt, den Dekanen Ernst-Wilhelm Gohl und Matthias Hambücher, der Hospizgruppe, den Bestattern, Friedhofsgärtnern und Steinmetzen, werden ein vielfältiges Angebot auf die Beine stellen:

Eine im Rahmen einer Lehrlingsaktion restaurierte, historische Grabmalanlage, die nun als Urnengemeinschaftsgrab genutzt werden soll, wird von den Steinmetzen feierlich an die Stadt übergeben.

Darüber hinaus präsentieren diese eigene Grabmalentwürfe (keine Handelsware!) – darunter auch eigenwillige Urnengestaltungen von Steinbildhauer August Weber. "Wir verstehen uns als Partner der Stadt, der seine kulturhistorische Verantwortung ernst nimmt und in eine neue Zeit trägt", betont Weber. So habe die Stadt Ulm bereits zugestimmt, dass auf dem städtischen Friedhof eine von Steinmetzen und Gärtnern gestaltete Friedhofsabteilung errichtet werden darf. Diese soll in Anlehnung an Günter Czasnys Ausführungen über "Orte, die gut tun", zu einem "Wohlfühlort" werden.

Wie ein solcher Ort aussehen kann, zeigt die Visualisierung des Projekts "Räume der Erinnerung", wo u.a. ein Familiengrab gleich neben einem Urnengrab platziert sein wird. Stellvertretend für das "reiche Bürgertum und den Hartz-IV-Empfänger" verwiesen sie auf eine neue Art der Kommunikation auf dem Friedhof. In persönlichen Gesprächen möchten die Steinmetzen ausloten, wie offen die Bevölkerung für derartige Angebote und ihre Umsetzung ist.

Außerdem werden Besucher der Veranstaltung u.a. die Möglichkeit haben, zuzuschauen, wie Steinmetze der Innung Ulm und Metallgestalter in einer Lebenden Werkstatt arbeiten, und wie ein Grab ausgehoben wird. Das Ausschmücken der Feierhallen und Aufbahrungsräume übernehmen die Friedhofsgärtner. Außerdem finden Führungen über den Neuen Friedhof und eine Besichtigung des Ulmer Krematoriums statt.

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