Sterbliche Überreste mit Kokain verwechselt

Mit Verstorbenen wird heutzutage allerhand angestellt. Ihre Asche wird längst nicht mehr einfach nur begraben, nein, sie wird im Meer bestattet, auf Alpenwiesen verstreut oder in den Weltraum geschossen. Und, auch wenn es komisch klingt, manchmal wird sie auch einfach geschnupft.

Vor ein paar Jahren brüstete sich Rolling Stones-Gitarrist Keith Richards damit, die Überreste seines Vaters mit Kokain vermischt und durch die Nase gezogen zu haben. "Das ging gut runter und ich bin immer noch am Leben", verriet er damals der Zeitschrift "New Musical Express".

Gut, im Nachhinein stellte sich heraus, dass Rock-Opa Richards wahrscheinlich ein wenig übertrieben und in Wirklichkeit die Asche seines Vaters benutzt hat, um einen Baum zu düngen. Rock ‘n Roll lebt eben ein Stück weit auch von Mythen und Übertreibungen ...

Ein Fall, bei dem sterbliche Überreste tatsächlich durch die Nase entsorgt wurden, ereignete sich vor Kurzem im US-amerikanischen Silver Springs. Dort ließen fünf Männer bei einem Einbruch eine Urne mitgehen, die die Asche eines Verstorbenen und seiner Hunde enthielt. Wie u.a. die Zeitung Daily Mail berichtet, gingen die Diebe davon aus, dass es sich beim Inhalt der Urne um Kokain handelte. Als sie den Irrtum bemerkten, hatten sie bereits einen Teil der Asche geschnupft. Schließlich entschieden sie sich für eine "Seebestattung" und entsorgten den Rest des Verstorbenen im Meer.

Ob Keith Richards irgendwie in den Urnendiebstahl verwickelt war, ist nicht bekannt.

(1.9.2011)

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