Sterben in Deutschland

Lange Zeit war der Tod ein selbstverständlicher Bestandteil des Lebens – inmitten der Familie, inmitten unserer Gesellschaft. Heute sterben 80 % der Deutschen in Krankhäusern, Pflegeheimen oder in einem Hospiz.

Reimer Gronemeyer, seit 1975 Professor für Soziologie an der Universität Gießen, thematisiert in seinem Buch "Sterben in Deutschland" unseren Umgang mit dem Tod, der für die meisten von uns Bedrohung, Erlösung und Tabu zugleich ist.

Das Sterben wird zunehmend institutionalisiert, medikalisiert und ökonomisiert, was immer komplexere ethische Fragen aufwirft. Was bedeutet für uns "Sterben in Würde"? Darf man das Leben künstlich verlängern bzw. darf man das Sterben beschleunigen? Gronemeyer versucht, mögliche Antworten auf diese Fragen zu geben. Er zeigt auf, was an verschiedenen Orten des Sterbens passiert und betrachtet kritsch, welche Veränderungen heute das Sterben prägen – ohne zu moralisieren.

Sterben in Deutschland - Wie wir dem Tod wieder einen Platz in unserem Leben einräumen können, Reimer Gronemeyer, S. Fischer Verlag, 288 Seiten, gebunden, 19,90 €, ISBN 978-3-10-028712-0

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