Staatspreis gewonnen
Der Steinmetz und Bildhauer Marcus Kuhn hat den mit 5 000 € dotierten "Staatspreis für das Kunsthandwerk in Nordrhein-Westfalen 2009" erhalten. Ausgezeichnet wurde er im Werkbereich Stein für eine Stele aus schwarzem Basalt.
Seit 1963 zeichnet der Staatspreis alle zwei Jahre hervorragende Leistungen in den acht Werkbereichen Schmuck, Gerät aus Metall, Holz, Textil/Leder, Keramik, Stein, Glas und Fotografie/Papier aus. Die Gewinner werden im Rahmen der Landesausstellung "manu factum" im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer ermittelt.
Für Kunsthandwerker in NRW sind der Preis und die Ausstellung DIE Plattform, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der dafür jeweils aufgelegte Katalog stellt alle Teilnehmer mit ihren Exponaten vor. Die diesjährigen Sieger-Arbeiten sind noch bis zum 15. November in Kevelaer zu sehen.
Perfekte Verarbeitung
Marcus Kuhn aus Mönchengladbach hat es nun geschafft, in die Riege der Preisträger aufgenommen zu werden. In der Begründung der Jury heißt es u.a.:
"Die außerordentlich elegante Erscheinung des Werkstücks ergibt sich aus der auf ihre Grundform reduzierten Gestaltung einer schlanken, mit spitzendigem Querschnitt versehenen Klingenform mit profiliertem Überschlag (...) in perfekter Verarbeitung des Materials. Die Arbeit überzeugt durch die gelungene Verbindung von klassischer Strenge und sinnlicher Plastizität (...)."
Marcus Kuhn wurde 1970 in Rheydt geboren und absolvierte nach dem Studium der Heilpädagogik und Geschichte eine Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer bei Werner Jacobs in Mönchengladbach. Im Atelier von Anke Wojtas in Rheydt erlernte er die Holzbildhauerei und das figürliche Arbeiten. Seit 2008 arbeitet Kuhn als Bildhauer in der Steinmetzwerkstatt Ulrich Berghoff in Aachen.
Christiane Weishaupt
Erschienen am 01.09.2009




