Sanierung mit Diamantkettensäge
Großflächige Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung bis zu zwei Metern Höhe: Die Wände der rund 500 Jahre alten Kirche St. Alexander in Niedersonthofen waren stark von Feuchtigkeit durchzogen. Um das zweischalige Mauerwerk vollständig trocken zu legen, veranlasste die Kirchenverwaltung die Sanierung mit der Diamantkettensäge. Mit ihr konnten die bis zu 1,40 Meter dicken Mauern aus Felsgestein durchschnitten und in die Fuge eine Horizontalabdichtung eingebracht werden. Auf diese Weise wurde dauerhaft verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Boden ins Mauerwerk zieht.
Damit das Gebäude durch die Sanierung keine Risse davonträgt, beschäftigte sich Bauingenieur Roman Völk intensiv mit verschiedenen Sanierungsmethoden. Die Horizontalabdichtung mittels einer eingezogenen Edelstahlplatte erschien ihm als zuverlässiges Verfahren: Etwa 10 cm unterhalb des inneren Bodenniveaus wird die Mauer von außen mit einer speziellen Diamantkettensäge komplett durchschnitten und in die Fuge eine Abdichtung aus Chromstahlplatten (V2A oder V4A) eingesetzt. Auf diese Weise wird das Aufsteigen der kapillaren Feuchtigkeit dauerhaft verhindert.
"Um die Kirchenschätze zu schützen, mussten wir genau darauf achten, dass es beim Sägen nicht zu Erschütterungen kommt", berichtet Alfred Jörg, Geschäftsführer des Bauunternehmens Jörg GmbH, das die Arbeiten ausführte und auf die Sanierung von Altbauten spezialisiert ist.
In den 1990er Jahren führte die Firma das Mauersägeverfahren ein. Vor etwa sieben Jahren erwarb der Firmengründer die Diamantkettensäge, deren Schwerter und Ketten nun aufgrund eigener Planungen in Metallverarbeitungsbetrieben hergestellt werden. Jörg ist nach eigenen Angaben eines der wenigen Unternehmen in Deutschland, das das spezielle Diamantkettensägeverfahren anwendet. Der Betrieb beschäftigt zehn Mitarbeiter. Mit dem Diamantkettensägeverfahren können alle bereits verbauten Materialien – von Altbeton bis Naturstein – von einer Wandseite bis zu einer Stärke von 1,40 Meter bearbeitet werden. Gleichzeitig können Erschütterungen und somit Rissbildungen vermieden werden.
Fünf Jahre nach der Sanierung der Kirche in Niedersonthofen zeigt sich, dass sich das Diamantkettensägeverfahren bewährt hat: Bis heute sind keine Feuchtigkeitsspuren oder Risse aufgetreten.
Kontakt:
Jörg GmbH
Mühlbach 11
87653 Eggenthal
Tel.: 08347/1394
Fax: 08347/981956
info@joerg-bausanierung.de
www.joerg-bausanierung.de
(26.1.2012)




