Russisches Grabdenkmal wird saniert
Auf dem Ehrenfriedhof von Wilhelmshaven soll ein russisches Grabdenkmal saniert werden. Das Projekt, das am 23. August im Hinblick auf den "Tag des offenen Denkmals" am 11. September begonnen wurde und rund ein Jahr später beendet sein soll, wird von Steinmetz und Restaurator Rudolf Niessen betreut. "Es ist ein Jammer, dass dieses Kulturgut langsam verfällt", sagt der Wilhelmshavener. Der Restaurierung des Grabdenkmals hat sich der Club zu Wilhelmshaven angenommen – in Absprache mit den zuständigen Behörden. Ihm gehören über 200 Mitglieder an, die sich dem Gemeinwohl der Stadt verpflichtet fühlen.
Errichtet wurde das Denkmal zur Erinnerung an russische Kriegsgefangene während des Ersten Weltkriegs – wahrscheinlich kurz nach dessen Ende. Die genaue Entstehungszeit und die Auftraggeber sind nicht bekannt. Neben einem pavillonähnlichen Monument mit der Inschrift "Hier ruhen Kriegsgefangene" gehören zum Denkmal auch sieben gegossene Grabsteine mit zwölf Namen.
Nach Recherchen des Clubs ist das Denkmal mindestens zweimal von Reservistenkameradschaften restauriert worden, zuletzt 1994. Dabei wurden Änderungen am Denkmal vorgenommen, die nicht als Wiederherstellung der ursprünglichen Gestaltung gelten können.
Inzwischen ist das Ehrenmal in einem desolaten Zustand. Mit Beginn der Sanierung soll es zunächst vor Wasser geschützt werden. Anschließend sollen mehrere Farbschichten abgetragen werden, um die Seiteninschriften des Mahnmals sichtbarer zu machen, von denen eine noch nicht enträtselt ist.
Bis zur Auflösung der UdSSR 1991 war das Ehrenmal von sowjetischen Militärdelegationen regelmäßig aufgesucht worden. Zur Fertigstellung sollen wieder russische Repräsentanten eingeladen werden.
(11.9.2011)




